Wacom Will: Eine Sprache für alle Stifte - und Finger

Wacom will das Thema Stiftbedienung voranbringen, und zwar herstellerübergreifend. In der Wacom Ink Layer Language, kurz Will, sieht die japanische Firma die Zukunft, auch wenn die Entwicklung Jahre dauern wird. Ein SDK steht bald bereit.

Artikel veröffentlicht am ,
Will soll die herstellerübergreifende Nutzung von Zeichungen ermöglichen.
Will soll die herstellerübergreifende Nutzung von Zeichungen ermöglichen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Wacom-Chef Masahiko Yamada stellte auf dem Mobile World Congress persönlich die Sprache vor, die die Zukunft des Inkings, also des digitalen Zeichnens, darstellen soll. Mit der Wacom Ink Layer Language (Will) soll die gesamte Industrie arbeiten. Ein ambitionierter Plan, ist die Industrie doch eher zersplittert. Wacom und N-Trig arbeiten beispielsweise mit unterschiedlichen Schnittstellen in ihren Digitizern und es dauerte einige Zeit, bis etwa Adobe seine Produkte an N-Trig-Systeme anpasste.

Stellenmarkt
  1. Senior Consultant Digital Enabling Service: Prozesse (m/w/d)
    BWI GmbH, deutschlandweit
  2. Systemadministrator (m/w/d)
    ECKware GmbH, München
Detailsuche

Mit der neuen Sprache sollen gezeichnete und geschriebene Inhalte nun standardisiert werden. Natürlich unter der Leitung von Wacom. Mitmachen sollen alle Teilnehmer der Industrie. Hardwarehersteller wie Wacom, die die Digitizer produzieren oder auch Hersteller von Tablets, in denen die Digitizer vorwiegend zum Einsatz kommen. Gefragt sind zudem auch Softwareentwickler. Mit einigen ist Wacom bereits im Gespräch, doch konkrete Teilnehmer wollte Wacom noch nicht nennen.

Will ist eine Abstraktionsschicht, die die gezeichneten Werke (Strokes) beschreibt und so Software- und Hardwarebarrieren überwinden kann. Die Sprache ist für das Senden und Empfangen von Zeichnungen vorbereitet. Gespeichert werden die Daten in einem Vektorformat, damit es keine Probleme bei einer vergrößerten oder verkleinerten Darstellung gibt.

Auf dem MWC zeigte Wacom auch schon eine Anwendung, die als Entwicklungsbeispiel zu verstehen ist. Mehrere Nutzer zeichnen auf verschiedenen Tablets gleichzeitig in einem Dokument und müssen sich keine Sorgen um die Kompatibilität machen. Über einen Server im Internet werden die Daten in Echtzeit synchronisiert. Dabei ist auch die Stifttechnik selbst nicht so wichtig. Ob es nun ein professioneller Digitizer ist oder ein simpler kapazitiver Stift: Beides kann mit Will umgesetzt werden. Selbst Zeichnungen mit dem unpräzisen Werkzeug des menschlichen Fingers sind vorgesehen.

Golem Akademie
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.05.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Will sieht auch die Verwendung von Metadaten vor. Eines der Szenarien, die sich Wacom vorstellt, sind etwa die Authentifizierung per Unterschrift und die damit verbundenen Zertifikate, die im Muster gespeichert und an die Gegenstelle versandt werden.

Ein SDK soll demnächst unter will.wacom.com bereitstehen und mehrere Plattformen bei Smartphones, Tablets, PCs und Macs unterstützen. Zudem verspricht Wacom, in allen kommenden Produkten Will direkt zu unterstützen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

  3. Ericsson und Telia Norway: Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht
    Ericsson und Telia Norway
    Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht

    26-GHz-Netz-Antennen erreichen in Norwegen Höchstwerte bei der Datenübertragung. Die 5G-Ausrüstung kommt von Ericsson.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /