Wacom Cintiq Pro Engine: Steckkassette macht Stiftdisplay zum Grafiker-PC

Die Wacom Cintiq Pro Engine ist ein Modul, das in die kommenden Cintiq-Stiftdisplays eingesteckt werden kann. Darin enthalten sind Prozessor, Grafikkarte, RAM und SSD - und damit ein kompletter PC im Kassettenformat.

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Die Pro Engine wird an der Rückseite des Cintiq Pro eingesteckt.
Die Pro Engine wird an der Rückseite des Cintiq Pro eingesteckt. (Bild: Wacom)

Der Grafiktabletthersteller Wacom hat für seine kommende Cintiq-Pro-Reihe ein ungewöhnliches Konzept vorgestellt. Die Cintiq Pro Engine ist ein Steckmodul, das einen kompletten Computer beinhaltet. Das Onlinemagazin The Verge berichtet davon, dass dieses Modul an der Hinterseite des Stift-Displays eingesteckt wird. Damit wird aus diesem ein All-in-One-PC im Stile eines Surface Studio.

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Dabei ist es interessant, wie viel Hardware in das kleine Gehäuse passt. Eine Quadro-P3200-Grafikkarte von Nvidia passt hinein. Wacom verbaut außerdem einen Core i5-Prozessor oder eine nicht näher genannte Intel-Xeon-CPU. In der kleinen i5-Variante sind zusätzlich 16 GByte Arbeitsspeicher und eine 256-Gbyte-SSD enthalten. Das Xeon-Modell greift auf 32 GByte RAM und 512 GByte zu. Es bleibt abzuwarten, ob bei dieser Hardware auf kleinem Raum auch die Kühlung vernünftig gelöst ist. Das dürfte für Wacom eine Herausforderung werden.

VR-Headset an Cintiq anschließen

Der Arbeitsspeicher und die SSD sollen austauschbar sein. Bei der Größe wird dort wahrscheinlich eine M.2-Platine verbaut. Durch die dedizierte Grafikkarte können Künstler und Grafiker auch ein Virtual-Reality-Headset an die Pro Engine anschließen. VR-Zeichenprogramme wie Tiltbrush können direkt auf dem Cintiq installiert und ausgeführt werden. 3D-Grafiker können eigene VR-Assets ohne zusätzliche Hardware testen.

Neben der Pro Engine wird es weiteres Zubehör für die neuen Cintiq-Pro-Stiftdisplays geben - die Wacom in Bildschirmgrößen zu 24 und 32 Zoll anbieten wird. In einem Video zeigt das Unternehmen etwa den Ergo Stand, eine Halterung, die sich stufenlos schwenken und drehen lässt. Hier hat sich Wacom wohl vom Surface Studio inspirieren lassen, das im Golem.de-Test dadurch punkten konnte.

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Allerdings wird das System nicht ganz billig: Die kleine Pro Engine mit Core i5 wird 2.500 US-Dollar kosten. Für die Xeon-Variante werden 3.300 US-Dollar fällig. Sie sollen ab Mai 2018 verkauft werden. Dazu kommt der Preis eines Cintiq Pro, der bisher noch nicht bekannt ist. Vorgängermodelle kosten aber bereits etwa 2.500 Euro, je nach Displaygröße.

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