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Wachstumstreiber MI300: AMD vervielfacht Umsatz und Gewinn mit KI-GPUs

Vom KI -Boom profitiert auch AMD : Umsatz und Gewinn mit Rechenzentrums -Hardware haben sich innerhalb eines Jahres vervielfacht. Deren Marge ist besonders hoch.
/ Johannes Hiltscher
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Die MI300 beschert AMD satte Gewinne. (Bild: AMD)
Die MI300 beschert AMD satte Gewinne. Bild: AMD

AMD hat seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2024(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, und die dürften Anlegern gefallen: Gegenüber dem Vorjahresquartal konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 9 Prozent von 5,341 auf 5,385 Milliarden US-Dollar steigern, bei der Marge verbucht AMD gar ein Plus von 12 Prozent (1,184 gegenüber 1,06 Milliarden US-Dollar). Trotz der verhältnismäßig geringen Steigerungen stieg AMDs Gewinn von 27 auf 265 Millionen US-Dollar.

Dabei brachen zwei der vier Geschäftszweige sogar deutlich ein: Mit Chips für Embedded-Systeme sowie Grafikkarten für Spieler und Systems-on-Chip (SoCs) für Spielekonsolen setzte AMD deutlich weniger um. Diese Rückgänge konnten Zuwächse bei Produkten für Rechenzentren sowie Desktop- und Notebook-Prozessoren (Client-Segment) allerdings mehr als kompensieren.

Mit Rechenzentrums-Hardware verdient AMD allerdings deutlich mehr als im Client-Segment: Letzteres verbuchte aufgrund des härteren Preiswettbewerbs bei 1,492 Milliarden US-Dollar Umsatz nur einen Gewinn von 89 Millionen US-Dollar, bei Hardware für Rechenzentren liegt der Gewinn mit 743 Millionen US-Dollar bei über einem Viertel der umgesetzten 2,834 Milliarden US-Dollar.

Nvidia bleibt unangefochtener KI-König

Verglichen mit Nvidia bleibt AMD aber ein Zwerg: Der Konkurrent meldete zuletzt einen Umsatz von 22,6 Milliarden US-Dollar mit Rechenzentrums-Hardware binnen eines Quartals . Als wichtigsten Umsatztreiber benennt AMD die GPU-Beschleuniger, insbesondere die Ende 2023 veröffentlichten MI300 .

Der deutlich überproportional gestiegene Gewinn – er liegt beim Fünffachen des Vorjahresquartals, während der Umsatz nur etwas mehr als verdoppelt wurde – deutet darauf hin, dass AMDs GPU-Beschleuniger, wie auch die von KI-Primus Nvidia, eine ordentliche Gewinnspanne haben. Das Unternehmen knüpft mit den neuen Zahlen an ein starkes erstes Quartal an, CEO Lisa Su zeigt sich auch für den Rest des Jahres optimistisch. Die kommenden Zen-5-CPUs für Desktop-PCs und Notebooks versprechen solide Umsätze im Client-Segment, auch neue Server-Prozessoren stehen auf dem Programm, während die MI325X mit HBM3e-Speicher erst zum Jahresende erscheinen soll.

Auch AMD kann GPU-Nachfrage nicht decken

Zudem merkte AMDs CEO Lisa Su, wie The Verge berichtet(öffnet im neuen Fenster) , an, dass man "so viele MI300 verkaufe, wie AMD herstellen könne" . Die Nachfrage nach den vielfach als KI-Beschleuniger genutzten GPUs bleibt damit ungebrochen hoch, auch wenn deren Wirtschaftlichkeit zuletzt infrage gestellt wurde.

Aufgrund der komplexen Integration (Packaging) der aus mehreren einzelnen Silizium-Chips bestehenden GPU-Module lässt sich die Fertigung nicht ohne weiteres ausbauen. Sowohl AMD als auch Nvidia sind hier auf Partner TSMC angewiesen, der nicht nur die Chips mit der Prozessorlogik fertigt, sondern auch das Packaging übernimmt.


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