W3C: Browser-Hersteller wollen Webextensions standardisieren

Nachdem Apples Safari nun auch Webextensions nutzt, soll die Addon-Technik von allen Browser-Herstellern gemeinsam weiterentwickelt werden.

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Der Chrome-Browser hat zuerst die Webextensions umgesetzt.
Der Chrome-Browser hat zuerst die Webextensions umgesetzt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die großen Browserhersteller, Apple, Google, Microsoft und Mozilla, wollen künftig gemeinsam an den sogenannten Webextensions arbeiten, mit denen Browser erweitert werden können. Dafür haben die Beteiligten eine entsprechende Arbeitsgruppe innerhalb des World Wide Web Consortiums (W3C) initiiert.

Ein ähnliche Idee gab es bereits vor einigen Jahren, deren Initiative konnte sich aber nicht langfristig durchsetzen. Das dürfte auch an der damals noch zu unterschiedlichen Technik für Browser-Erweiterungen gelegen haben. Mit dem Wechsel von Apples Safari auf die sogenannten Webextensions, der im vergangenen Jahr angekündigt wurde, nutzten die Browser Chrome, Edge Firefox und Safari nun aber weitgehend ähnliche oder gar gleiche Schnittstellen.

Erklärtes Ziele der Arbeitsgruppe ist es, das Erstellen der Browser-Erweiterungen zu erleichtern. Erreicht werden soll dies "durch die Spezifikation eines konsistenten Modells und eines gemeinsamen Kerns von Funktionen, APIs und Berechtigungen". Ebenso soll ein Architekturmodell für die Erweiterungen erarbeitet werden, das noch sicherer sei und gegen Missbrauch schütze.

Explizit nicht geplant sei dagegen, jeden einzelnen Aspekt der Webextensions-Plattform oder bestehender Implementierungen zu standardisieren. Die einzelnen Browser sollen weiter eigene Ideen umsetzen können. Dieses Vorgehen wird auch bereits praktisch umgesetzt, was sich etwa an dem sogenannten Manifest v3 zeigt. Zwar will das Firefox-Team dieses neue Regelwerk zu Webextensions aus dem Chrome-Browser grundsätzlich übernehmen. Dabei verzichtet Hersteller Mozilla jedoch auf die ersatzlose Umsetzung des sogenannten Declarative Net Request (DNR) und werde weiter parallel dazu die Webrequest-API anbieten.

Auch das Vorgehen zum Signieren und Verteilen der Browser-Erweiterungen soll künftig nicht einheitlich geregelt werden. Die Hersteller wollen ihre Addon-Stores weiter komplett unabhängig voneinander betreiben und hier auch ihre eigenen Regeln durchsetzen.

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