Abo
  • Services:

W.Afate: Afrikanischer 3D-Drucker aus alter Hardware

Ein altes Computergehäuse, Teile aus Druckern, Scannern oder Kopierern sowie ein Arduino: Hauptsächlich aus Elektroschrott hat ein Westafrikaner einen 3D-Drucker konstruiert. Damit will er eine Möglichkeit zeigen, Elektroschrott sinnvoll zu nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
3D-Drucker W.Afate: Elektroschrott auf den Mars statt nach Afrika
3D-Drucker W.Afate: Elektroschrott auf den Mars statt nach Afrika (Bild: Afate Gnikou/Screenshot: Golem.de)

Viel Elektronikschrott aus den Industrieländern landet in Afrika, wo er unter zum Teil haarsträubenden Bedingungen wiederverwertet wird. Afate Gnikou zeigt, dass es auch anders geht: Er hat aus alter Hardware einen 3D-Drucker gebaut.

Stellenmarkt
  1. CompuGroup Medical Deutschland AG, Koblenz
  2. BIOSCIENTIA Institut für Medizinische Diagnostik GmbH, Ingelheim am Rhein

W.Afate nutzt als Druckverfahren die Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM). Das Gehäuse eines alten Computers bildet den Rahmen für den 3D-Drucker. Die Motoren, Bänder und Schienen aus Druckern, Fotokopierern und Scannern dienen als Antrieb für den Druckkopf und die Arbeitsplattform. Beide bewegen sich auf zwei Achsen gegeneinander, der Kopf kann zudem in der Vertikalen bewegt werden. Die Steuerung übernimmt ein Arduino-Board.

Einige Teile habe er noch dazukaufen müssen, sagte Gnikou dem Fernsehsender Euronews. Der ganze 3D-Drucker habe ihn nicht mehr als 100 US-Dollar gekostet. Der W.Afate ist Open Source.

Elektroschrott sinnvoll nutzen

Afate stammt aus Lomé, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Togo. Dort arbeitet er am Hackerspace Woelab mit. Mit dem Projekt will er zum einen zur Entwicklung in Afrika beitragen. Zum anderen will er auf das Problem mit dem Elektroschrott aufmerksam machen sowie diesen sinnvoll nutzen.

Afate hat mit seinem 3D-Drucker an der International Space Apps Challenge der US-Raumfahrtbehörde Nasa teilgenommen. Seine Idee: Statt nach Afrika sollte der Elektroschrott lieber auf einen anderen Planeten, etwa den Mars, transferiert werden, um eine Kolonisierung vorzubereiten: 3D-Drucker könnten aus dem Elektroschrott und vorhandenen Materialien weitere 3D-Drucker und Basen bauen. Das Konzept hat ihm eine ehrenhafte Erwähnung eingebracht.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. (-68%) 8,99€

kill-the-system 16. Okt 2013

Kommt darauf an welchen Zeitpunkt man betrachtet. Ein neues Ikea Regal wird auch nicht...

MystiqueMax 12. Okt 2013

Elektroschott? Meint ihr nicht Elektroschrott?

Geggo 11. Okt 2013

Da die Verwendeten Teile an sich ja nicht Müll sind nur weil etwa der Drucker nicht mehr...


Folgen Sie uns
       


Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo)

Der adaptive Controller von Microsoft hilft Menschen mit Behinderung beim Spielen.

Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo) Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Noctua NF-A12x25 im Test: Spaltlos lautlos
Noctua NF-A12x25 im Test
Spaltlos lautlos

Der NF-A12x25 ist ein 120-mm-Lüfter von Noctua, der zwischen Impeller und Rahmen gerade mal einen halben Millimeter Abstand hat. Er ist überraschend leise - und das, obwohl er gut kühlt.
Ein Test von Marc Sauter

  1. NF-A12x25 Noctua veröffentlicht fast spaltlosen 120-mm-Lüfter
  2. Lüfter Noctua kann auch in Schwarz
  3. NH-L9a-AM4 und NH-L12S Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


      •  /