VW.OS: VW-Software soll "einfach updatefähig" und bezahlbar sein

Mit seiner Softwaresparte Cariad will VW ein einheitliches System mit vereinfachter Architektur erstellen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die Autos des VW-Konzerns sollen künftig ein einheitliches Softwaresystem nutzen.
Die Autos des VW-Konzerns sollen künftig ein einheitliches Softwaresystem nutzen. (Bild: DAVID HECKER/AFP via Getty Images)

Die künftig konzerneinheitliche Software kostet Volkswagen viel Mühe und sorgt für Stress mit einigen Marken - der Mehraufwand soll sich aber auch aus Verbrauchersicht lohnen. "Die Plattform muss einfach, häufig und mit wenig Kundeninteraktion updatefähig sein", erklärte Alf Pollex, Chef des Entwicklungsverbunds Cariad für das geplante zentrale Auto-IT-System, am Dienstag, 5. Juli 2022, zu einer der Hauptanforderungen. Dies sei auch ein Grund, weshalb das Projekt Zeit brauche. Es gab Verzögerungen verglichen mit dem Ursprungsplan, beim autonomen Fahren arbeiten Audi und Porsche vorerst parallel weiter.

Stellenmarkt
  1. Netzwerk Spezialist / Spezialistin (m/w/d)
    Stadt Kempten (Allgäu), Kempten (Allgäu)
  2. (Senior) SAP Basis Administrator (m/w/d)
    OEDIV KG, verschiedene Standorte
Detailsuche

Die Ausbaustufe 2.0 der Software soll ab Mitte des Jahrzehnts stehen, sie führt laut Konzernchef Herbert Diess "die Entwicklungen dann zusammen". Die vorübergehende Trennung der verschiedenen Versionen bringt zunächst jedoch zusätzliche finanzielle Belastungen. "Ich bin überzeugt, dass die Software zum Anlauf von Trinity fertig wird", sagte Diess jüngst zu dem ab etwa 2026 geplanten Kernmodell, für das am Stammsitz Wolfsburg eine neue Fabrik entsteht. An diesem Freitag dürfte das schwierige Thema im Aufsichtsrat besprochen werden.

Es gehe um eine komplexe Umstellung in IT und Elektronik, so Pollex - das habe zum Beispiel für die Updates von Funktionen direkte Folgen. In älteren, dezentral ausgelegten Systemen "hat man bisher einzelne Updates an einzelnen Steuergeräten gemacht - die Update-Fähigkeit des ganzen Systems war dadurch extrem herausfordernd". Bei immer mehr Vernetzung, Automatisierung und Infotainment würden zentralisierte Rechner-, Controller- und Softwarearchitekturen nötig. Damit werde man Programm- und Prozessupdates in einheitlichen Blöcken machen.

Nur ein ausgereiftes Einheitssystem 2.0 sichere, dass sich mit diesem alle Autotypen zu wettbewerbsfähigen Preisen ausrüsten lassen. "Wir können das System so auch für das Niveau der Einstiegsfahrzeuge anbieten, damit es für diese bezahlbar bleibt", sagte Pollex. "Diese Architektur setzt also die Basis dafür, wie es langfristig mit Software und Elektronik bei Premium- wie bei Volumenfahrzeugen und für künftige Modellgenerationen weitergeht - deshalb auch unsere Entscheidung, das selber entwickeln zu wollen als Konzern."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Thorgil 07. Jul 2022 / Themenstart

Die Zeiten sind noch lange nicht vorbei. Schau dir die Tuning-Szene mal an. Die ist so...

amagol 06. Jul 2022 / Themenstart

Du meinst Autos sind grade zu billig fuer dich (oder fuer andere wenn du alle Premium...

PiranhA 06. Jul 2022 / Themenstart

Theoretisch ja, praktisch nein. Das Problem ist nicht nur fehlende Hardware Ressourcen...

berritorre 06. Jul 2022 / Themenstart

Man kann doch auch eine gute GUI bauen ohne dass die schwergängig wäre. Gerade im Auto...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google Fonts
Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten

Nach einer Entscheidung des Landgerichts München erhalten Webseitenbetreiber mit eingebundenen Google Fonts vermehrt Abmahnungen.

Google Fonts: Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten
Artikel
  1. Paw Patrol: US Space Force schickt Roboterhunde auf Patrouille
    Paw Patrol
    US Space Force schickt Roboterhunde auf Patrouille

    Die US Space Force wird einen hundeähnlichen Roboter von Ghost Robotics auf Patrouille schicken, um Personalkosten zu senken.

  2. Programmiersprache: JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken
    Programmiersprache
    JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken

    Douglas Crockford, der Erfinder des Datenformats JSON und Mitentwickler von Javascript, findet, dass die Sprache in Rente geschickt werden sollte.

  3. Windows auf dem Mac: Parallels wird merklich teurer
    Windows auf dem Mac
    Parallels wird merklich teurer

    Parallels 18 bietet eine native Unterstützung für Windows 11 und eine bessere Ressourcenzuweisung. Allerdings wird die Software teurer.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: WD SSD 1TB m. Kühlkörper (PS5) 119,90€, MSI 29,5" 200 Hz 259€, LG QNED 75" 120 Hz 1.455,89€ • MindStar (XFX RX 6950 XT 999€, Gainward RTX 3070 559€) • Gigabyte Deals • Der beste Gaming-PC für 2.000€ • Apple Week bei Media Markt • be quiet! Deals [Werbung]
    •  /