VW: Moia startet in Hamburg

Mehr Mobilität für die Hansestadt: Moia, der Ridesharing-Dienst von VW, geht in den Testbetrieb. Ab April sollen Passagiere regulär Fahrten in den Elektrokleinbussen über ihr Smartphone buchen.

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Elektrokleinbus Moia im Hof des Hamburger Rathauses: Kritik von Taxifahrern
Elektrokleinbus Moia im Hof des Hamburger Rathauses: Kritik von Taxifahrern (Bild: Moia)

Ein neues Angebot für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Hamburg: Der Ridesharing-Dienst Moia hat am 9. Januar seinen Testbetrieb aufgenommen. Der reguläre Start ist für April geplant. Kritik kommt von den Taxifahrern.

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Moia ist ein Dienst, bei dem die Passagiere Fahrgemeinschaften bilden - eine Mittelding zwischen Bus und Taxi: Sie buchen eine Fahrt per App und erhalten eine Nachricht, wann das Fahrzeug eintrifft. Das System kennt die Route des Fahrzeugs. Es erfasst, wenn auf der Strecke weitere Fahrgäste zusteigen wollen, die in eine ähnliche Richtung wollen.

Abgerechnet wird pro Kilometer und je mehr Fahrgäste mitfahren, desto günstiger wird die Fahrt für den Einzelnen. Eine Fahrt mit Moia soll aber stets mehr kosten als eine Fahrt mit Bus oder Bahn. Das schmälert die Attraktivität: Der Hamburger ÖPNV gilt als einer der teuersten in Deutschland.

Initiator von Moia ist der Automobilkonzern Volkswagen (VW), der für den Fahrdienst ein eigenes Fahrzeug entwickelte: den gleichnamigen elektrischen Kleinbus, in dem ein Fahrer und sechs Fahrgäste Platz haben. Der Moia ist für den Stadtverkehr gedacht und fährt deshalb nur 90 km/h schnell. Die Reichweite nach dem Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP) beträgt über 300 Kilometer. Der Akku kann in einer halben Stunde auf 80 Prozent seiner Kapazität geladen werden.

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Während der Testphase will die VW-Tochter nach eigenen Angaben noch "technische Erprobungen" durchführen sowie mehrere Hundert Fahrer schulen. Der reguläre Betrieb soll Anfang April mit zunächst 100 Fahrzeugen starten. Die Stadt hat 500 Fahrzeuge genehmigt, die bis Anfang kommenden Jahres im Einsatz sein sollen. Moia möchte die Flotte gern auf 1.000 Fahrzeuge ausbauen.

In Hannover fährt Moia mit herkömmlichen Autos

Moia startete im vergangenen Jahr in Hannover und fährt dort bereits im Regelbetrieb, allerdings noch mit Verbrennerfahrzeugen. In Hamburg ist ein Partner von Moia der Verkehrsbetrieb Hochbahn, der die Elektrofahrzeuge in seine Mobilitätsplattform Switchh integriert, an der auch mehrere Carsharing-Anbieter sowie das Leihfahrradangebot Stadtrad beteiligt sind. Für Switchh gibt es exklusive Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge, die sich oft in der Nähe von U- oder S-Bahn-Haltestellen befinden.

Moia ist nicht der erste Ridesharing-Dienst in Hamburg: Seit 2017 ist hier - wie einigen anderen Städten - bereits das Unternehmen Clevershuttle aktiv. In Hamburg sind die Clevershuttle-Fahrer ausschließlich mit dem Brennstoffzellenfahrzeug Toyota Mirai unterwegs. Inzwischen setzt Clevershuttle aber auch andere Elektroautos in Hamburg ein.

Kritik kam anfangs von den Taxifahrern. Die Proteste wurden allerdings leiser, als die Verkehrsbehörde statt der von Moia beantragten 1.000 nur 500 Fahrzeuge genehmigte.

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k_alke01@uni... 18. Okt 2019

Ridepooling? Eine sinnvolle Lösung auf dem Weg zur Verkehrswende oder ein weiterer Hype...

lennartc 10. Jan 2019

Ich hatte es auch Mal durchgerechnet und bin beim eigenen Auto deutlich günstiger dran...

RemizZ 10. Jan 2019

Hm Sekunde... also gibt es mehr Verkehr, wenn ich mit Moia fahre, dafür aber kein eigenes...

mxcd 10. Jan 2019

Neu ist das dynamische Ridesharing Konzept. Also alle fahren von Tür zu Tür, aber es...

ibsi 10. Jan 2019

Aber es sind meistens die selben Städte. Guck mal nach Berlin was es da alles gibt und...



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