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VW-Logistikplattform Rio: Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw

Im Online-Handel ist das Tracking einer Bestellung längst Realität. In der Speditionsbranche sieht es oft anders aus: Silo-Denken, viele Kleinunternehmen und Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung bremsen den Fortschritt. Das möchte Rio mit seiner Cloud-Lösung und niedrigen Preisen ändern.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Lkw im Stau auf der Autobahn: viele Leerfahrten
Lkw im Stau auf der Autobahn: viele Leerfahrten (Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Wo steckt Lkw 587? Ist auf der morgigen Fahrt ins Volkswagen-Stammwerk nach Wolfsburg noch Platz für 12 Tonnen Fracht? Kann Lkw 345 nach seiner Lieferung ins Motorenwerk nach Salzgitter auf dem Rückweg Fracht aufnehmen? All das sind Fragen, die ein Disponent in der VW-Konzernlogistik täglich beantworten muss. In diesen Fällen genügt zwar ein Blick auf den Monitor, doch insgesamt ist die Digitalisierung der Transportbranche längst nicht so weit fortgeschritten wie man vermuten möchte.

Inhalt:
  1. VW-Logistikplattform Rio: Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw
  2. Abrechnung nach Tag und Fahrzeug

Zwar gibt es meist ein Standort-Tracking der Zugmaschine, doch Informationen über den Laderaum fehlen häufig. Zudem setzen viele Speditionen auf Hardware der Lkw-Hersteller. Schnittstellen fehlen, auch von der Spedition zum Auftraggeber. Das ernüchternde Ergebnis: Im Schnitt sind 50 bis 60 Prozent aller Lkw-Fahrten nicht voll ausgelastet oder sogar Leerfahrten.

Das Unternehmen Rio möchte das mit seiner Logistikplattform ändern. Es gehört zur Traton Group, darin bündelt der VW-Konzern Scania und MAN sowie die brasilianische Marke VW Caminhões e Ônibus. Rio bietet eine Cloud-basierte Lösung. Sie funktioniert unabhängig davon, welchen Lkw-Typ der Spediteur einsetzt.

Neben den Klimaschutzzielen setzt vor allem die "Amazonisierung" die Transportbranche unter Zugzwang. "Das einfache Lokalisieren einer Bestellung bei Online-Händlern ist im privaten Bereich längst Normalität. Die Auftraggeber im gewerblichen Bereich erwarten das auch von ihrer Spedition", sagt der Vertriebs- und Marketing-Chef bei Rio, Martin Anke.

Fax und Excel-Tabelle

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Traditionell bietet jeder Lkw-Hersteller sein eigenes Telematik-System beim Fahrzeugkauf an. Bei Mercedes-Benz heißt es Fleetboard, bei Volvo Trucks Dynafleet und bei DAF einfach Telematics.

Im Lauf der Jahre hat das zu einer Vielzahl an Software-Angeboten geführt, die allerdings meist nur auf einen Hardware-Hersteller fokussiert sind. Der Austausch von Daten zwischen den Systemen ist schwer bis unmöglich. Hinzu kommt, dass in etlichen Speditionen immer noch Fax und Excel-Tabelle die wichtigsten Werkzeuge in der Auftragsabwicklung sind.

Es gibt rund 45.000 gewerbliche Transportanbieter in Deutschland. 36.000 davon haben weniger als zehn Fahrzeuge in ihrer Flotte. Die Anschaffung eines Telematik-Systems steht auf der Prioritätenliste weit hinten. "Unser Ziel ist es, Unternehmen mit kleinen Flotten den Einstieg in die digitale Welt zu erleichtern", sagt Rio-Chef Jan Kaumanns.

Die Cloud-basierte Lösung senkt zwei der Hürden bei der Digitalisierung.

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Abrechnung nach Tag und Fahrzeug 
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asaph 17. Dez 2019 / Themenstart

... Das ernüchternde Ergebnis: Im Schnitt sind 50 bis 60 Prozent aller Lkw-Fahrten nicht...

Urbautz 10. Dez 2019 / Themenstart

... und der Kunde aus der ASN. Da steht auch die LKW-ID (also meist das Nummernschild...

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