Abrechnung nach Tag und Fahrzeug

Zum einen funktioniert sie mit allen gängigen Hard- und Softwarelösungen. Zum anderen kann Rio seine Dienstleistung zu günstigen Preisen und ohne Abonnement anbieten. Im Gespräch mit Golem.de zeigte Marketing-Chef Anke die Benutzeroberfläche. Als Erstes fällt der Preis ins Auge: 0,29 Euro. Die Datenerfassung wird nach Tag und Fahrzeug abgerechnet.

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"Wir bieten Speditionen damit mehr Flexibilität", sagt Anke. Es kommt vor, dass Spediteure bestimmte Auflieger oder Anhänger nur zeitweise nutzen, beispielsweise einen Kühlcontainer. Mit Rio kann der Auftraggeber neben dem Standort sehen, ob die Temperatur durchgehend gehalten wird.

Die Rio-Entwickler haben für die gängigsten Branchenanwendungen Schnittstellen (API) programmiert, so dass über ein gesichertes Web-Login alle Beteiligten auf die Transportdaten schauen können. Der Disponent hat die Lenkzeiten aller Fahrer im Blick und kann so entscheiden, ob sich ein Umweg zum Aufnehmen weiterer Ladung realisieren lässt. "Wir informieren unsere Nutzer zudem aktiv über Ereignisse", sagt Anke. Das reicht von der anstehenden Wartung einer Zugmaschine bis hin zu Unregelmäßigkeiten, wenn beispielsweise ein Anhänger seit Tagen unbewegt auf einem Parkplatz abseits der Autobahn steht.

Blick in den Laderaum

Viele der bisherigen Lösungen haben vor allem das Fahrzeug und den Fahrer im Blick. Sie stellen sich Fragen wie: Wer verbraucht auf seinen Fahrten am wenigsten Kraftstoff? Doch die Konzentration auf die Zugmaschine beziehungsweise das Fahrerhaus greift zu kurz, denn sie sagt nichts über die Nutzung des Laderaums aus. Hier ist noch viel Raum für Verbesserung - was die eingangs erwähnten Zahlen zu Leerfahrten zeigen, und Gründungen wie die von Cargonexx. Das Hamburger Startup will mit Hilfe künstlicher Intelligenz den Laderaum in Lkw besser ausnutzen.

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Das ist auch das Ziel von Rio, und um das möglichst einfach zu erreichen, setzt das Unternehmen auf einen Beacon. Per Bluetooth-Verbindung sendet er den Kopplungsstatus, Ort und Geschwindigkeit an die Rio-Box im Fahrerhaus. Die Box kann auch nachträglich in einen Lkw eingebaut werden, sofern eine Flotten-Management-Schnittstelle (FMS) existiert. Auf die FMS haben sich die großen europäischen Nutzfahrzeug-Hersteller bereits 2002 geeinigt.

Rio agiert eigenständig am Markt. Doch einer der größten Kunden stammt aus der VW-Welt. Seit Herbst 2019 setzt die Konzernlogistik der Volkswagen-Gruppe auf die Cloud-Lösung. "Die Optimierung der Auslastung durch weitere Reduzierung von Leerfahrten und Standzeiten wird uns auch helfen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen", sagt der Leiter der VW-Konzernlogisitik, Thomas Zernechel. Die Disponenten steuern den Material- und Warenfluss der 13 Konzernmarken mit Hilfe von über 150 Speditionen. Jeden Tag werden durchschnittlich 18.000 Lkw-Transporte in ganz Europa koordiniert. Jede vermiedene Leerfahrt entlastet die Verkehrssituation auf den Autobahnen.

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 VW-Logistikplattform Rio: Mehr Fracht transportieren mit weniger Lkw
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