VW-Limousine ID.7: Elektro-Passat startet bei 57.000 Euro

Der Autohersteller VW hat die Bestellbücher für seine Elektrolimousine ID.7 geöffnet. Zum Verkaufsstart bietet der Hersteller die Version Pro zu einem Basispreis von 56.995 Euro an. Dieser verfügt laut Konfigurator(öffnet im neuen Fenster) über eine Akkukapazität von 77 Kilowattstunden (kWh) und einen Elektroantrieb mit einer Leistung von 210 kW (286 PS). Die Reichweite nach dem Prüfzyklus WLTP gibt VW mit 621 km an.
Der ID.7 ist noch förderfähig. Laut VW reduziert sich der Preis durch den Herstelleranteil an der Kaufprämie um 1.785 Euro auf 55.210 Euro. Wird ein neuer ID.7 noch in diesem Jahr von einer Privatperson zugelassen, erhält diese vom Staat weitere 3.000 Euro erstattet. Im günstigsten Fall kostet der Elektro-Passat dann 52.210 Euro. Laut VW sollen die ersten Auslieferungen an die Kunden noch im Dezember 2023 erfolgen.
Allerdings weist VW darauf hin, dass die serienmäßigen Sitzbezüge in Stoff zu einer verlängerten Lieferdauer führen. Dann erfolge eine Auslieferung voraussichtlich im zweiten Quartal 2024. Eine staatliche Förderung wäre aufgrund des Nettolistenpreises von mehr als 45.000 Euro dann nicht mehr möglich. Wer keine Stoffsitze möchte, muss laut Konfigurator ein Interieurpaket bestellen.
Zahlreiche Assistenzsysteme enthalten
Zum Bestellstart stattet VW nach eigenen Angaben den ID.7 serienmäßig mit zahlreichen Extras aus. Dazu zählten unter anderem ein Head-up-Display mit Augmented Reality, das Navigationssystem Discover Pro Max, Leichtmetallräder und das schlüssellose Schließ- und Startsystem Keyless Access.
Serienmäßig verfügt der ID.7 zudem unter anderem über den Fahrassistenten Travel Assist sowie Assistenzsysteme für den Spurwechsel und das Ausparken. Neben einer Ausstiegswarnung erhält die Limousine zudem eine Umgebungsansicht mit Rückfahrkamera. Weitere Assistenzsysteme lassen sich nicht hinzubuchen.
Zusätzlichen Komfort bietet das Interieurpaket (2.780 Euro) mit elektrisch verstellbaren Komfortsitzen vorn mit Memoryfunktion und Massageprogrammen. Das Interieurpaket Plus (4.450 Euro) enthält darüber hinaus weitere Airbags und ein Soundsystem von Harman Kardon mit zwölf Lautsprechern plus Centerspeaker. Darüber hinaus bieten die Komfortsitze dann zusätzlich eine Sitzklimatisierung sowie die Aktivierung des Lenden- und Beckenbereichs.
Wärmepumpe und Anhängerkupplung verfügbar
Eine Wärmepumpe zur Verbesserung der Reichweite kostet zusätzliche 990 Euro. Für denselben Preis gibt es zudem eine anklappbare Anhängevorrichtung mit elektrischer Entriegelung. Die zulässige ungebremste Anhängelast beträgt 750 kg. Die Stütz- und Dachlast liegt bei 75 kg.
Laut VW lädt der ID.7 mit Gleichstrom mit bis zu 175 kW. Damit soll sich der Akku in 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent des Ladezustands füllen lassen. Der Heckantrieb beschleunigt das Fahrzeug mit seinem Leergewicht von 2.172 kg in 6,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Bei 180 km/h wird der ID.7 Pro abgeregelt. Die zulässige Zuladung beträgt 458 kg. Das Gepäckvolumen liegt demnach bei 532 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen steigt dies auf 1.586 Liter. Unter der Fronthaube gibt es ebenfalls einen kleinen Stauraum.
Großer Akku erst 2024 bestellbar
Im Vergleich zu bisherigen VW-Modellen auf Basis des Modularen Elektro-Baukastens (MEB) weist der ID.7 einige Neuerungen und Verbesserungen auf . Dazu gehört unter anderem ein größerer Akku, der in der Version Pro S mit einer nutzbaren Kapazität von 86 Kilowattstunden (kWh) bereits in Oberklasse-Regionen wie der Business-Limousine EQE von Mercedes-Benz vordringt. Das gilt auch für die Ladeleistung von bis zu 200 kW.














Eine VW-Sprecherin sagte auf Anfrage von Golem.de, dass die Version mit größerem Akku erst im kommenden Jahr bestellbar sein wird. Die Produktion des ID.7 ist in dieser Woche offiziell im Emder Werk des Konzerns gestartet worden . Der ID.7 ist laut VW eines von zehn neuen Elektromodellen, das die Marke von 2023 bis 2026 auf den Markt bringen will. Spätestens 2033 werde die Marke in Europa nur noch Elektroautos produzieren.