Der ID.Polo GTI hat nur ein bisschen mehr Leistung als die Standardversion, macht aber voll auf sportlich. Das liegt nicht nur am aufwendigeren Fahrwerk.
Mit dem ID.Polo GTI bringt VW erstmals eine GTI-Version eines Elektroautos auf den Markt(öffnet im neuen Fenster). Wie bereits bekannt, verfügt der Frontantrieb des Polo GTI über eine Motorleistung von 166 kW (226 PS) bei einem Drehmoment von 290 Newtonmetern. Damit beschleunigt der Kleinwagen in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Elektro-GTI, den wir uns vorab auf einer Veranstaltung in Hamburg angeschaut haben, wird bei 175 km/h abgeregelt.
Bereits zur IAA 2025 hatte VW angekündigt, dass es den Elektro-Polo auch in einer besonders leistungsstarken Variante geben wird. Bis vor Kurzem bot Volkswagen das Pendant zum Verbrenner noch in einer GTI-Version mit 152 kW Motorleistung an. Damit beschleunigt der Benzin-Polo in 6,5 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.
Die seit Ende April 2026 bestellbaren Elektro-Polo verfügen jedoch schon über eine Motorleistung von 155 kW. Daher ist der Unterschied zur GTI-Version gering. Beim Polo GTI beträgt der Leistungsunterschied zur Standardversion mindestens 67 kW.
Bild 1/27: Der ID.Polo GTI ist die leistungsstärkste Version des Elektrokleinwagens von VW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/27: Der Polo GTI liefert bis zu 166 kW Leistung und sprintet in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h. (Foto: VW)
Bild 3/27: Auffällig an der Front sind zwei rot lackierte Vertikalelemente am äußeren Bereich der Lufteinlässe. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/27: Der Polo GTI ist mit 4,1 m fast fünf Zentimeter länger als die Standardversion, was auf die weiter nach vorn ragenden Lufteinlässe zurückzuführen sein dürfte. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/27: Im Heck findet sich zusätzlich ein Dachkantenspoiler, der in der Mitte geteilt ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/27: Zur Auswahl stehen zwei 19-Zoll-Leichtmetallräder: die Serienfelge Cape Town und das optionale Rad Wörthersee. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 7/27: In der Front gibt es keinen Stauraum. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/27: Der Kofferraum des ID.Polo GTI fasst 441 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/27: Allerdings nimmt der Subwoover des aufpreispflichtigen Harman-Kardon-Soundsystems einen recht großen Teil des unteren Stauraums ein.
Bild 10/27: Im Innenraum finden sich ebenfalls viele rote Zierelemente. (Foto: VW)
Bild 11/27: Das Lenkrad ist abgeflacht und hat eine rote 12-Uhr-Markierung. (Foto: VW)
Bild 12/27: Im GTI-Modus ändert sich die Anzeige im Fahrerdisplay. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/27: Um den GTI-Modus zu aktivieren, gibt es unten am Lenkrad eine eigene Taste. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/27: Die Lenkradbedienfelder des GTI unterscheiden sich nicht von der Standardversion. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/27: Mit dem rechten Lenkradbedienfeld lassen sich das Fahrerdisplay und Medieninhalte steuern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/27: Ein schmaler roter Streifen zieht sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 17/27: Unterhalb des Zentralbildschirms befinden sich Taster für die Klimasteuerung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/27: Auch beim GTI gibt es eine Anzeige im Retro-Look. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/27: Jedes Fenster lässt sich einzeln über einen Schalter öffnen und schließen. (Foto: VW)
Bild 20/27: Am Ende der roten Ziernähte in den Türen befindet sich eine GTI-Plakette. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/27: GTI-spezifische Anzeigen wie das Abrufen von Rundenzeiten bietet das Infotainmentsystem. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/27: Der Polo GTI ist 5 cm länger und 1 cm niedriger als die Standardversion. (Grafik: VW)
Bild 23/27: Der Motor APP290 ist eine Eigenentwicklung von VW. (Grafik: VW)
Bild 24/27: Eine Besonderheit des GTI-Fahrwerks ist die Vorderachsquersperre. (Grafik: VW)
Bild 25/27: Der GTI-Antrieb ist, vom Fahrwerk abgesehen, mit demjenigen der Standardversion identisch. (Grafik: VW)
Bild 26/27: Das Grundlayout des GTI-Fahrwerks bilden eine MacPherson-Vorderachse und eine Verbundlenkerhinterachse. (Grafik: VW)
Bild 27/27: Serienmäßig verfügt der Polo GTI über ein adaptives Fahrwerk (DCC). (Grafik: VW)
Das liegt darin begründet, dass sämtliche Elektro-Polo den gleichen Motor verwenden, der mit APP290 bezeichnet wird. Die Leistungsunterschiede zwischen 85 und 166 kW resultieren daraus, dass die Rotoren unterschiedlich stark magnetisiert sind, was durch den Einsatz von Seltenerdmetallen definiert wird und damit auch den Preis bestimmt.
VW hätte auch die Standardversionen mit schwächerem Motor ausstatten können, um dadurch den GTI stärker davon abzusetzen. Anders als bei den GTX-Versionen der Modelle ID.4/5, ID.7 oder ID.Buzz gibt es auch keinen zweiten Motor, der noch mehr Leistung liefern könnte. Daher ist der ID.Polo GTI noch am ehesten mit dem ID.3 GTX zu vergleichen, der künftig durch eine GTI-Version des ID.3 Neo ersetzt werden soll(öffnet im neuen Fenster).
Dem ursprünglichen GTI-Fahrerlebnis dürfte der frontgetriebene ID.Polo GTI näher als der heckgetriebene ID.3 GTX kommen. Zumal VW beim Polo GTI das Fahrwerk schon serienmäßig auf sportliche Fahrweise ausgelegt hat.