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VW ID.Polo angeschaut: Kleiner Wagen mit großen Ambitionen

VW will mit dem ID.Polo den Markt für Elektrokleinwagen aufmischen. Doch der Erfolg hängt nicht nur von der Technik ab, sondern stark vom Preis.
/ Friedhelm Greis
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Mit dem ID.Polo will VW auf dem vollelektrischen Kleinwagenmarkt reüssieren. (Bild: VW)
Mit dem ID.Polo will VW auf dem vollelektrischen Kleinwagenmarkt reüssieren. Bild: VW
Inhalt
  1. VW ID.Polo angeschaut: Kleiner Wagen mit großen Ambitionen
  2. ID.Polo mit Anhängerkupplung bestellbar
  3. Einstiegsversion mit kleinem Akku
  4. Cooler Retrolook im Golf-Stil

Wer in der Marketingabteilung eines Autokonzerns anfängt, sollte zuvor ein Praktikum bei einem Salamiverkäufer gemacht haben. Denn es ist inzwischen üblich, die technischen Daten und das Design nur noch in hauchdünnen Scheiben im Verlauf mehrerer Jahre zu präsentieren. Mit dem VW ID.Polo ist die Wurst nun so gut wie geschnitten. Nach dem Entfernen der Tarnfolie hat VW inzwischen den Konfigurator freigeschaltet. Demnach starten die verfügbaren Versionen bei 33.795 Euro. Die Basisversion zum Preis von knapp 25.000 soll von Juli 2026 bestellbar sein.

Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, dass VW eine seriennahe Studie des ID.Polo in Hamburg vorstellte, damals noch unter dem Namen ID.2all. Daher war es konsequent, den fertigen ID.Polo ebenfalls in Hamburg zu präsentieren. Wie sich zeigte, konnte VW nicht alles umsetzen, was angekündigt worden war.

Serienfahrzeug fast wie die Studie

Das Serienfahrzeug unterscheidet sich äußerlich erstaunlich wenig von der seinerzeit vorgestellten Studie. Selbst Details wie die verdeckten Griffe bei den hinteren Türen behielten die Designer um Andreas Mindt bei.

Im Innenraum finden sich zumindest die beiden Displays wieder, jedoch hat VW sich am Ende für ein anderes Bedienkonzept mit mehr haptischen Tasten entschieden. Den neuen Namen und das getarnte Serienmodelle gab VW auf der IAA 2025 in München preis.

Das Antriebskonzept des vollelektrischen Polo stellte VW im Dezember 2025 vor. Anfang Januar 2026 präsentierte der Hersteller den Innenraum. Das Konzept gefällt den Wolfsburgern offenbar so gut, dass sie es gleich auf das Facelift des ID.3 übertrugen, den kürzlich vorgestellten ID.3 Neo.

Angenehmere Textiloberflächen

Dem Innenraum des Polo ist anzumerken, dass VW von den eher negativen Rückmeldungen des ersten ID.3 gelernt hat. Es gibt zwar weiterhin Oberflächen aus Hartplastik, aber Stoffbezug am Armaturenbrett und an den Türen. Von Oberflächen in Klavierlackoptik keine Spur.

Jede Tür hat einen separaten Taster für den elektrischen Fensterheber. Das sollte eigentlich keine Erwähnung wert sein, doch der Verzicht auf die separaten Taster hat viele Kunden gestört. Die Türgriffe befinden sich wie im T-Roc nicht mehr separat in der Tür, sondern am vorderen Ende der Bedien- und Griffleiste und sind laut VW "ergonomisch optimal greifbar". Das hat nicht einmal der ID.3 Neo.

VW ID.Polo angesehen
VW ID.Polo angesehen (01:59)

Mehr Stauraum als beim Verbrenner-Polo

Der Unterschied zur Kompaktklasse ist in der Mittelkonsole erkennbar. Der ID.3 hat größere Becherhalter und über der Ablage eine sogenannte Schmetterlingsarmlehne, die sich aufklappen lässt. Beim Polo klappt die Abdeckung nach hinten auf.

Besser gelöst ist beim ID.Polo die Position der USB-C-Buchsen. Diese befinden sich in der Mittelkonsole unterhalb der Smartphone-Ablage. Über eine Aussparung in der Ablage lässt sich ein Ladekabel durchstecken. Eine induktive Lademöglichkeit gibt es nur gegen Aufpreis. Beim ID.3 sind die USB-C-Buchsen in der Ablage der Mittelkonsole versteckt.

Der ID.Polo ist 4,05 m lang, 1,82 m breit und 1,530 m hoch. Das Leergewicht inklusive Fahrer beträgt bei beiden Akkuversionen etwa 1.570 kg. Der cw-Wert liegt bei 0,264. Bei einem Radstand von 2,6 m bleibt den Passagieren im Fond nicht viel Platz, um die Beine auszustrecken. Allerdings ist das Kofferraumvolumen mit 441 Liter für einen Kleinwagen recht groß. Das ist mehr als beim ID.3 Neo und auch mehr als beim Verbrennerpendant. Mit umgeklappten Rücksitzen steigt das Ladevolumen auf 1.243 Liter, was 118 Liter mehr sind als beim bisherigen Polo.

Das alles ist möglich, weil VW den kompletten Antrieb einschließlich Steuerungs- und Ladeelektronik in der Front des Fahrzeugs positioniert hat.


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