Cooler Retrolook im Golf-Stil
Das neue Fahrerdisplay hat eine Diagonale von 10,25 Zoll (26 Zentimeter). Der berührungsempfindliche Zentralbildschirm ist mit einer Diagonale von 12,9 Zoll (32,77 cm) ebenfalls größer als bisher. Anders als in der Studie gibt es jedoch am Lenkrad keine Drehwalzen, sondern nur haptische Tasten.
Über eine Taste am rechten Lenkradbedienfeld kann die Ansicht im Fahrerdisplay verändert werden. Darstellbar sind klassische Rundinstrumente, die Navigationskarte sowie Infokacheln mit der erkannten Fahrzeugumgebung. Ebenso wie beim ID.3 Neo gibt es einen Retrolook, der an die erste Golf-Generation erinnert.
Der Retrolook ist zudem auf dem Zentraldisplay darstellbar. Dann erscheinen die Navigationskarte in einem kleinen Röhrenfernseher und die Musiktitel in einer Kompaktkassette. Der Akkustand wird wie eine analoge Tankanzeige angezeigt. Das Designteam bezeichnet solche Details als "Secret Sauce" des Fahrzeugs. Dazu zählen auch eingeprägte Fahrzeug-Silhouetten an den beiden Außenseiten des Armaturenbretts.
Fazit und Verfügbarkeit
VW hat mit dem ID.Polo das Versprechen gehalten, einen vollelektrischen Kleinwagen zum Einstiegspreis von 25.000 Euro auf den Markt zu bringen. Wer sich die Trendversion mit kleinem LFP-Akku anschafft, muss allerdings Abstriche beim Komfort machen und auf längere Strecken in den Urlaub eher verzichten. Zudem soll die Einstiegsversion mit einer gewissen Verzögerung lieferbar sein.
Mit allen Extras und größerem NMC-Akku dürfte der ID.Polo ein komfortabler und praktischer Kleinwagen sein, mit dem man sich durchaus einmal auf die Autobahn wagen kann. Dann dürfte der Preis eher bei 30.000 Euro oder darüber liegen.
Günstiger Zeitpunkt für Marktstart
Zwar ist der ID.Polo ab Ende April 2026 bestellbar, doch die Auslieferungen des im spanischen Seat-Werk Martorell gebauten Kleinwagens sollen erst im Spätsommer oder Herbst starten. In dem Segment gibt es inzwischen jedoch etliche Konkurrenzmodelle im Angebot.
| 37-kWh-Akku (LFP) | 52-kWh-Akku (NMC) | |
|---|---|---|
| Motorleistung | 85 kW (116 PS) / 99 kW (135 PS) | 155 kW (211 PS) / 166 kW (229 PS) (GTI) |
| Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h | 160 km/h |
| Reichweite (WLTP) | 329 km | 455 km |
| Max. Ladeleistung | 90 kW | 105 kW |
| DC-Laden 10-80 % | ca. 27 min | ca. 24 min |
| AC-Ladeleistung | 11 kW | 11 kW |
Dennoch könnte der Zeitpunkt des Marktstarts günstig sein. Der hohe Benzinpreis hat das Interesse an E-Autos steigen lassen. Zudem sollen im Mai endlich die genauen Förderbedingungen für die Kaufprämie der Bundesregierung feststehen und die Förderung beantragt werden können. Wer die maximale Prämie von 6.000 Euro erhält, kann damit den Preis auf unter 20.000 Euro drücken – oder sich die besser ausgestattete Version anschaffen, die für einen Kleinwagen kaum Wünsche offenlässt.
Nachtrag vom 29. April 2026, 17:40 Uhr
VW hat den Konfigurator für den ID.Polo(öffnet im neuen Fenster) inzwischen freigeschaltet. Demnach sind aktuell vier Modelle bestellbar. Das günstigste ist das Standardmodell Life zum Einstiegspreis von 33.795 Euro. Die Launch-Edition des Life kostet mindestens 36.040 Euro.
Preislich etwas darüber liegt das Standardmodell Style für 36.995 Euro. Die derzeit teuerste Version ist die vollausgestattete Launch-Edition des Style für 41.945 Euro.
Dem Konfigurator zufolge ist Ausstattungslinie Trend voraussichtlich ab Mitte Juli 2026 bestellbar.
Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Hamburg hat VW übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.
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