Daher gibt es den ID.Polo zum Einstiegspreis von 24.995 Euro nur mit einem kleinen LFP-Akku mit einer nutzbaren Kapazität von 37 Kilowattstunden (kWh). Vorläufigen Angaben zufolge kommt der Kleinwagen damit nach dem Prüfzyklus WLTP bis zu 329 km weit.
Der kleine Akku ist mit den Motorleistungen von 85 und 99 kW bestellbar. Die maximale Ladeleistung beträgt 90 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent der Akkukapazität dauert 27 Minuten. Serienmäßig lädt der ID.Polo mit 11 kW Wechselstrom.
Der größere NMC-Akku verfügt über eine nutzbare Kapazität von 52 kWh. Dieser ist nur mit dem 155-kW-Antrieb bestellbar, später auch als GTI. Vorläufigen Angaben zufolge liegt die WLTP-Reichweite bei 455 km. Die maximale Ladeleistung beträgt 105 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent der Akkukapazität dauert 24 Minuten. Die drei Leistungsvarianten werden bei 160 km/h abgeregelt.
VW hat inzwischen damit begonnen, eine eigene Batteriezellproduktion in Salzgitter aufzubauen, allerdings bislang nur für NMC-Akkus. Die LFP-Akkus stammen weiterhin von asiatischen Zulieferern.
Neues Fahrwerk für MEB+
Für den MEB+ konstruierten die Entwickler zudem ein neues Fahrwerk. Das Ziel sei gewesen, "eine optimale und für Volkswagen typische Lösung zu konzipieren". Vor diesem Hintergrund sei ein Verbund aus einer MacPherson-Vorderachse und einer besonders kompakt bauenden Verbundlenker-Hinterachse entstanden. Der Fahrkomfort soll den der Verbrennerversion deutlich übertreffen. Entsprechend seien die Eigenfrequenzen der Vorder- und Hinterachse um jeweils fünf Prozent reduziert worden.
Die Verfügbarkeit der Assistenzsysteme hängt von der gewählten Ausstattungslinie ab. Die Einstiegsversion Trend bietet lediglich den Spurwechselassistenten Side Assist und einen Spurhalteassistenten in der Serie an. Für einen Abstandsregeltempomaten muss die Life-Version bestellt werden. Diese hat zusätzlich eine Rückfahrkamera, eine Einparkhilfe (vorn), einen Kreuzungsassistenten, einen automatisch abblendenden Innenspiegel und elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Memory-Funktion.
Bild 1/42: Mit dem ID.Polo bringt VW einen vollelektrischen Kleinwagen zum Einstiegspreis von 25.000 Euro auf den Markt. (Foto: VW)
Bild 2/42: Der ID.Polo kommt mit zwei Akkugrößen und drei Leistungsstufen auf den Markt. Eine GTI-Version soll noch folgen. (Foto: VW)
Bild 3/42: Je nach Ausstattung leuchtet das LED-Band zwischen den Scheinwerfern und das VW-Logo. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/42: Auch die Querspange im Heck ist je nach Ausstattung beleuchtet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/42: Der ID.Polo ist 4.053 mm lang, 1.816 mm breit und 1.530 mm hoch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/42: Zunächst trug der ID.Polo den Namen ID.24all, später kehrte VW zu den klassischen Modellnamen zurück. (Foto: VW)
Bild 7/42: Das Kofferraumvolumen beträgt 441 Liter, was viel für einen Kleinwagen ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/42: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein großer Stauraum, in dem je nach Ausstattung der Subwoover untergebracht ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 9/42: Von der Höhe her passen sogar Getränkekisten in dieses Fach. (Foto: VW)
Bild 10/42: Im oberen Teil ist Platz für mehrere Getränkekisten. (Foto: VW)
Bild 11/42: Der komplette Antrieb mit der Steuerungs- und Ladeelektronik ist in der Front untergebracht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/42: VW hat für seine Kleinwagen einen neuen Motor mit der Bezeichnung APP290 entwickelt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 13/42: Der Innenraum ist völlig neu gestaltet worden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 14/42: VW setzt künftig wieder verstärkt auf haptische Bedienelemente. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/42: Das Fahrerdisplay hat eine Diagonale von 10,25 Zoll (26 Zentimeter). (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/42: Der berührungsempfindliche Zentralbildschirm hat eine Diagonale von 12,9 Zoll (32,77 cm). (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 17/42: Auf Wunsch lässt sich ein Retrolook einstellen: der Mediaplayer als Kassettenrekorder. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/42: Der Akkustand wird wie eine analoge Tankanzeige dargestellt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/42: Die Navigationskarte erscheint wie in einem kleinen Röhrenfernseher. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/42: Auf Wunsch vieler Kunden: Jedes Fenster lässt sich einzeln über einen Schalter öffnen und schließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 21/42: VW verzichtet künftig auf berührungsempfindliche Bedienflächen und setzt auf haptische Tasten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/42: Mit dem rechten Lenkradbedienfeld lassen sich das Fahrerdisplay und Medieninhalte steuern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/42: Die Textilien der Sitze und Türen bestehen aus recyceltem PET. (Foto: VW)
Bild 24/42: Unterhalb des Zentralbildschirms befinden sich Taster für die Klimasteuerung. (Foto: VW)
Bild 25/42: In der Mittelkonsole gibt es ein kleines Ablagefach. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/42: Mit dem Drehregler lassen sich die Lautstärke einstellen oder Sender und Musiktitel wechseln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/42: Die Smartphone-Ablage verfügt je nach Ausstattung über eine induktive Lademöglichkeit. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/42: Unter der Ablage befinden sich zwei USB-C-Buchsen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/42: Die Türgriffe befinden sich nicht mehr separat in der Tür, sondern am vorderen Ende der Bedien- und Griffleiste. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/42: Eingeprägte Fahrzeug-Silhouetten befinden sich an den beiden Außenseiten des Armaturenbretts. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/42: Der Radstand mit 2,6 m ermöglicht keinen üppigen Platz im Fond. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/42: An der Mittelkonsole befinden sich zwei USB-C-Buchsen und ein Smartphone-Halter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/42: Die Beinfreiheit ist bei Kleinwagen nur eingeschränkt vorhanden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/42: Größere Passagiere stoßen mit ihren Knien an die Vordersitze an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/42: Je nach Ausstattung verfügt der ID.Polo über IQ.LIGHT-LED-Matrix-Scheinwerfer. (Foto: VW)
Bild 36/42: Den Passagieren stehen bei der Elektroversion zusätzliche 19 mm im Innenraum zur Verfügung. (Grafik: VW)
Bild 37/42: Den neuen E-Motor APP290 gibt es in vier Leistungsstufen. (Grafik: VW)
Bild 38/42: Je nach Leistung verfügt der Rotor über eine stärkere Permanentmagnetisierung. (Grafik: VW)
Bild 39/42: Das Getriebe ist in die Antriebseinheit integriert. (Grafik: VW)
Bild 40/42: Das Fahrwerk wurde neu entwickelt. (Grafik: VW)
Bild 41/42: Der ID.Polo verfügt über einen Frontantrieb. (Grafik: VW)
Bild 42/42: Die Batteriezellen für den NMC-Akku stammen aus einer neuen Fabrik in Salzgitter. (Grafik: VW)
Erst in der Life-Version sind zudem Funktionen wie die Sprachsteuerung, App Connect für Apple Carplay und Android Auto sowie eine induktive Ladefunktion für das Smartphone enthalten.
Noch mehr Komfort und Bling-Bling soll die Style-Version bieten. Dazu zählen die IQ.Light LED-Matrix-Scheinwerfer mit beleuchteter LED-Lichtleiste, 3D-LED-Rückleuchten sowie ein beleuchtetes VW-Emblem in der Front- und Heckpartie. Im Innenraum enthält die Style-Version Sport-Komfort-Sitze, eine Ambientebeleuchtung, eine Lenkrad- und Sitzheizung sowie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.
One-Pedal-Driving möglich
Als weiteres Extra ist zudem der Travel Assist bestellbar, der wegen der Online-Anbindung als Connected Travel Assist bezeichnet wird. Dieses System kann bei der Längs- und Querführung assistieren und künftig vor einer roten Ampel bremsen. Zudem beherrscht der ID.Polo das sogenannte One-Pedal-Driving.
Das neu entwickelte Infotainmentsystem Innovision auf Android-Basis löst das bisherige System Discover ab. Ebenso wie bei der Vorgängerversion gibt es Innovision in drei Abstufungen. Das bei der Präsentation in Hamburg ausprobierte System nutzte die Version ID. Software 6.0.0.
Insgesamt liefen die Anwendungen schnell und flüssig, allerdings noch nicht fehlerfrei. Verbessern ließe sich zudem die Menüführung. Zum Beispiel ist es in den Fahrzeugeinstellungen häufig nicht möglich, vom Untermenü wieder in die Übersicht zu gelangen.
Funktionen wie das Abschalten des Tempolimitwarners lassen sich als Favoriten in die obere Menüleiste ziehen. Allerdings gibt es nur vier Favoritenplätze für die knapp 50 hinterlegten Anwendungen. Die untere Leiste für die Klimasteuerung kann ebenfalls konfiguriert werden. Bevorzugte Einstellungen, wie ein Aufwärmen der Füße, lassen sich als Direktzugriff auf das Menü legen.
VW hat das Anzeigenkonzept der ID.2all-Studie fast eins zu eins umgesetzt.