Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

VW ID.Neo GTI: Alter Wein in roten Schläuchen

VW bringt erstmals eine GTI-Version des ID.3 auf den Markt. Die Leistungsdaten erinnern stark an ein früheres Elektroauto-Modell.
/ Friedhelm Greis
27 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Vom VW ID.3 gibt es erstmals eine GTI-Version. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Vom VW ID.3 gibt es erstmals eine GTI-Version. Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. VW ID.Neo GTI: Alter Wein in roten Schläuchen
  2. Was ist beim ID.3 GTI anders?
  3. Neue Geräusche für innen und außen

Das für eine sportliche Ausstattung stehende Kürzel GTI findet sich künftig auch auf einer Version des elektrischen Kompaktwagens ID.3 von VW. "Mit einer Leistung von 240 kW (326 PS) ist der ID.3 GTI der stärkste Serien-GTI, den Volkswagen jemals auf die Räder gestellt hat", teilte das Unternehmen am 16. September 2026 mit(öffnet im neuen Fenster). Im Launchmodus beschleunige das Elektroauto in 5,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Golem konnte sich den roten Flitzer bereits im März 2026 in Hamburg genauer anschauen.

Trotz der vollmundigen Ankündigung ist es nicht so, als würde der ID.3 GTI seine Vorgänger bei den Leistungswerten in den Schatten stellen. Schon der 2024 vorgestellte ID.3 GTX Performance verfügte über einen Antrieb mit 240 kW Leistung. Und der aktuelle Golf GTI Edition 50(öffnet im neuen Fenster) ist mit 239 kW praktisch genauso leistungsstark.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der ID.3 GTX Performance und der ID.3 GTI nicht in vielen Punkten unterschieden. Das liegt unter anderem daran, dass der ID.3 GTI eigentlich ID.3 Neo GTI heißen müsste. Denn VW hat seinen Kompaktstromer im Frühjahr 2026 stark überarbeitet und ihm das zusätzliche Namensattribut gegeben.

Für einen ID.Golf GTI reicht es noch nicht

Doch die Bezeichnung ID.3 Neo GTI klang den VW-Managern zu umständlich. Andererseits ist der ID.3 Neo noch nicht "golfig" genug, um im Gegensatz zum ID.Polo zu der bekannten Nomenklatur zurückkehren zu dürfen. Ein ID.Golf GTI wird daher noch auf sich warten lassen.

Wie eine elektrische GTI-Version aussehen kann, zeigte VW bereits im Mai 2026 mit dem ID.Polo GTI. Bei der Präsentation in Hamburg standen die beiden tornadoroten Modelle in zwei Räumen recht dicht beieinander und waren auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Allerdings ist der ID.3 GTI mit 4,29 m fast 20 cm länger als der Kleinwagen.

VW ID.3 GTI – erster Eindruck
VW ID.3 GTI – erster Eindruck (01:44)

Zusätzliche 70 kW Motorleistung

Große Unterschiede bestehen aber beim Antrieb. Die GTI-Version des ID.Polo hat mit 166 kW nur 11 kW mehr als die leistungsstärkste normale Version. Beim ID.3 beträgt der Unterschied jedoch 70 kW, da die normale Version mit einer maximalen Motorleistung von 170 kW angeboten wird. Dem ursprünglichen GTI-Fahrerlebnis dürfte der frontgetriebene ID.Polo GTI allerdings näher kommen als der heckgetriebene ID.3 GTI.

Die Antriebsdaten stimmen im Wesentlichen mit denen des ID.3 GTX Performance überein. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Der Akku speichert eine Energie von 79 kWh und lädt mit bis 183 kW an einem Schnelllader. Die Reichweite soll ebenfalls nach dem Prüfzyklus WLTP bei 601 km liegen. Immerhin konnte VW bei der Beschleunigung des GTI noch 100 Millisekunden herauskitzeln.

Die Ladegeschwindigkeit hat sich laut VW jedoch leicht verringert. Während der GTX in 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent der Akkukapazität laden soll, dauert es beim GTI 29 Minuten.

In der Mitteilung betont VW an mehreren Stellen die Unterschiede zwischen beiden Modellen.


Relevante Themen