VW ID.Buzz XL: Längerer Elektrobus mit mehr PS und Reichweite
Der Autokonzern Volkswagen bietet seinen Elektrobus ID.Buzz künftig in einer größeren Variante an. Mit einer Länge von 4,96 m übertrifft der ID.Buzz XL die bisherige Version (Test) um 25 cm.
Der größere Radstand "schafft Platz für eine dritte Sitzreihe, für bis zu 2.469 Liter Kofferraum, für eine neue, größere 85-kWh-Batterie (Nettokapazität) und damit für noch mehr Reichweite" , teilte das Unternehmen am 2. Juni 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) . Die XL-Version soll im kommenden Jahr in Nordamerika und Europa auf den Markt kommen.
Sowohl Länge als auch Akkugröße entsprechen dabei den Werten des erweiterten Modularen Elektro-Baukastens (MEB), den VW bereits für die im April 2023 vorgestellte Elektrolimousine ID.7 nutzt. Das gilt auch für den stärkeren Heckmotor, der eine Leistung von bis zu 210 kW (286 PS) generiert. Damit beschleunigt der ID.Buzz XL in 7,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Der verlängerte Bus wird bei 160 km/h abgeregelt, bei der Kurzversion ist schon bei 145 km/h Schluss.
Mit dem ID.7 teilt sich der Elektrobus auch das weiter entwickelte Infotainmentsystem mit einem großen Zentralbildschirm mit 12,9 Zoll Bilddiagonale. Damit verbunden ist eine Beleuchtung der Touch-Slider für Klimatisierung und Lautstärkeeinstellungen.
Head-up-Display lieferbar
Beibehalten wird das bisherige Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad. Das für den kleinen ID.Buzz bislang nur angekündigte Head-up-Display soll für die Langversion offenbar lieferbar sein. Neu ist laut Hersteller die Möglichkeit, den Bus mithilfe eines Smartphones ferngesteuert einzuparken.
.jpg)
Ebenso wie der ID.7 lässt sich der ID.Buzz XL mit einem speziellen Panoramadach bestellen. "Es ist mit einer Fläche von 1,5 Quadratmetern das größte jemals von Volkswagen gebaute Glasdach. Per Touch-Slider oder per Sprachassistent kann das 'Smart-Glas' elektrisch von transparent auf blickdicht und umgekehrt geschaltet werden" , heißt es von VW.
Je nach Konfiguration kann der längere ID. Buzz als Fünfsitzer (2/3), Sechssitzer (2/2/2) mit Einzelsitzen und Armlehnen in der zweiten Sitzreihe sowie als Siebensitzer (2/3/2) genutzt werden. Durch den längeren Radstand von 3,24 m verbreitern sich die Schiebetüren um mehr als 19 cm. Der Wendekreis vergrößert sich jedoch von 11,1 auf 11,8 m.
Noch kein Preis genannt
Die serienmäßige Dreiersitzbank in der zweiten Reihe lässt sich komplett oder geteilt um 20 cm in der Länge verschieben. Auf Wunsch sind die äußeren Sitzplätze beheizbar. Die zwei Einzelsitze der dritten Sitzreihe sind laut VW eine technische Adaption aus dem großen US-SUV Atlas und lassen sich längs verschieben. Zudem lassen sich die Sitze, die nur in den USA serienmäßig an Bord sind, komplett ausbauen. Der in Europa angebotene kleine ID. Buzz soll künftig ebenfalls mit der dritten Sitzreihe konfiguriert werden können.
VW kündigte darüber hinaus an, dass im kommenden Jahr auch die Allradversion (GTX) des ID.Buzz auf den Markt kommen soll. Diese verfügt den Angaben zufolge über eine Gesamtleistung von 250 kW (339 PS) und beschleunigt in 6,4 Sekunden von null auf 100 km/h.
Der ID.Buzz XL ist auch mit dem bisherigen MEB-Antrieb lieferbar. Dieser verfügt über eine Motorleistung von 150 kW (204 PS) und einen Akku mit 77 kWh nutzbarer Kapazität. Der größere Akku lässt sich laut VW mit bis zu 200 kW laden und für den Ladevorgang vorkonditionieren.
Einen Verkaufspreis nannte VW bislang noch nicht. Jedoch dürften der größere Akku, der stärkere Motor und die bessere Ausstattung den aktuellen Einstiegspreis von fast 65.000 Euro entsprechend verteuern. Eine längere Variante der Cargo-Version soll nicht geplant sein.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.