VW ID.4 im Test: Schön brav

Eine Rakete ist der ID.4 nicht. Dafür bietet das neue E-Auto von VW viel Platz, hält Spur und Geschwindigkeit - und einmal geht es sogar sportlich in die Kurve.

Ein Test von veröffentlicht am
VW ID.4: geräumiges SUV mit guten Assistenzsystemen
VW ID.4: geräumiges SUV mit guten Assistenzsystemen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die nächste Baustelle mit verengten Fahrspuren. Das Tempolimit geht auf 80 km/h, die Spuren schwenken nach links. Sanft bremst das Fahrzeug herunter - auf dem Display war schon kurz zuvor angezeigt worden, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung bevorsteht. Der Fuß bleibt gemütlich im Fußraum ausgestreckt, das Lenkrad bewegt sich spürbar.

Wir sind mit dem ID.4, dem Sport Utility Vehicle (SUV) aus der elektrischen ID.-Baureihe von Volkswagen (VW) unterwegs. Schick nachtblau ist das Fahrzeug, das VW Golem.de zur Verfügung gestellt hat. Der ID.4 ist mit diversen Assistenzsystemen sowie mit dem großen Akku ausgestattet. Er hat eine Bruttokapazität von 82 Kilowattstunden, was einer Nettokapazität von 77 Kilowattstunden entspricht. Der kleine Akku hat eine nutzbare Kapazität von 55 Kilowattstunden.

Das Fahrzeug ist geräumig. Vorteil ist das große Platzangebot sowohl im Passagierraum als auch im Kofferraum: Das Gepäck - zwei große Reisetaschen, Kleinkram und eine Tasche mit Reiseproviant - passen locker hinein. Ein Knopfdruck, und die Heckklappe schließt automatisch. Kein Zweifel: Der ID.4 ist familientauglich. Es ist genug Platz vorne und hinten. Beim Gepäck sind keine großen Einschränkungen nötig. Allerdings fehlt ein Frunk, also ein Stauraum unter der Fronthaube.

Der ID.4 ist lang

Das Platzangebot hat jedoch einen Preis: Wie der ID.3 basiert der ID.4 auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) des VW-Konzerns. Das heißt, beide haben den gleichen Radstand. Wegen der Überhänge ist der ID.4 aber rund 30 Zentimeter länger.

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Die Parkplatzsuche in der Großstadt kann sich da schon schwierig gestalten. Kameras vorne und hinten sowie eine Projektion des Fahrzeugs in der Draufsicht helfen beim Navigieren. Bei Unaufmerksamkeiten oder einer Fehleinschätzung verhindert eine Notfallbremse einen Aufprall.

Das Fahrzeug hat einen 150 Kilowatt starken Antrieb. Auch im Sportmodus hat der ID.4 also nicht so einen rasanten Antritt wie der Porsche Taycan oder der Audi E-Tron GT. Allerdings muss ein Familienauto auch nicht unbedingt in 4 Sekunden auf 100 km/h sein und zum Rasen ist der ID.4 ohnehin nicht gedacht: Die Höchstgeschwindigkeit ist auf knapp über 160 km/h limitiert. Der Tempomat stellt sich bei freier Fahrt selbstständig auf die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ein.

  • Das Elektroauto ID.4 von VW (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das SUV basiert auf dem MEB wie der ID.3, ist aber länger. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick auf das Heck (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug ist alltagstauglich auch für eine Familie. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nachteil der Größe ist, dass das Fahrzeug einen großen Parkplatz benötigt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick unter die Haube: Das Fahrzeug hat einen 150 kW starken Antrieb. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Innen ist das Fahrzeug sehr geräumig. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zum Design gehören Leuchtelemente. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Instrumentenanzeige für den Fahrer (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Kofferraum ist viel Stauraum. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sehr gut gefallen haben uns die Assistenzsysteme wie das AR-Head-up-Display. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Akkus des Testwagens hatte eine Kapazität von 77 kWh. Geladen wird mit maximal 125 kW. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Familientreffen: der ID.4 und der Audi E-Tron Q4, der auch auf dem MEB basiert (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Das Elektroauto ID.4 von VW (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Abstandsregeltempomat oder Adaptive Cruise Control (Adaptive Geschwindigkeitsregelung, ACC) kommt auch schnell zum Einsatz. Wir sind in Hamburg gestartet, das Ziel liegt etwas südlich von Heidelberg. Aber schon auf den Elbbrücken herrscht Stau. Wir umfahren ihn durch zum Teil recht ländliche Ecken Hamburgs. Die erste Möglichkeit, den ACC zu testen.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Der ID.4 fährt schnell um die Kurve

Das System ist recht gut: Die Fahrbahnränder werden gut erkannt, das Auto bleibt in der Spur und folgt dem Straßenverlauf. Im Stadtgebiet darf es nicht schneller als 30 oder 50 km/h fahren. Bei einer weiteren Stauumfahrung in Niedersachsen nimmt es auf einer Landstraße eine Kurve recht sportlich. Ich hätte mehr verzögert, aber unsicher war es nicht.

Der Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen wird gut eingehalten, was das Fahren gerade durch die diversen Baustellen angenehm macht. Anfangs ungewohnt ist, ein stehendes Fahrzeug näherkommen zu sehen. Unwillkürlich zuckt der Fuß zur Bremse - aber unberechtigt: Das Auto stoppt zuverlässig.

Das automatisierte Fahren funktioniert so gut, dass wir das Auto selbst weiterfahren lassen. So werden auch lange Strecken entspannt.

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tobias227 09. Aug 2021 / Themenstart

Am besten hat man mehrere Ladestecker, an jeder Seite des Autos je vorne und hinten, dann...

holgerv 04. Aug 2021 / Themenstart

Jeder der darüber nachdenkt sich einen neuen VW zu kaufen sollte tunlichst vorher im...

xSureface 04. Aug 2021 / Themenstart

Damals waren die A B und C Säulen nicht dicker als der Kopf. Die Übersichtlichkeit beim...

Ichschreibdannmal 04. Aug 2021 / Themenstart

Das Problem wäre eher ohne Öl wird Plastik immer schwerer herzustellen Ja, Recycling und...

xSureface 03. Aug 2021 / Themenstart

Wenn man das Gaspedal voll durchdrückt, sitzt man im falschem Auto ;)

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