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VW ID.3 Neo angeschaut: Fast schon der vollelektrische VW Golf

VW stattet den ID.3 mit neuem Innenraum und bis zu 630 km Reichweite aus. Für eine Umbenennung in ID.Golf reicht es aber noch nicht ganz.
/ Friedhelm Greis
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Aus dem bisherigen ID.3 ist der ID.3 Neo geworden. (Bild: Volkswagen)
Aus dem bisherigen ID.3 ist der ID.3 Neo geworden. Bild: Volkswagen
Inhalt
  1. VW ID.3 Neo angeschaut: Fast schon der vollelektrische VW Golf
  2. Kein Smartphone auf Rädern
  3. Mittelkonsole mit mehr Ablageflächen
  4. Nur noch Tasten am Lenkrad
  5. Reichweite steigt auf bis zu 630 km

Auch in der E-Mobilität will gut Ding manchmal Weile haben. Im September 2016 stellte VW die erste Studie des Elektroautos ID.3 vor, die damals noch als ID.Neo bezeichnet wurde. Nun erhält der Kompaktstromer unter dem Namen ID.3 Neo seine zweite Modellpflege(öffnet im neuen Fenster). Allerdings setzt sich VW damit bewusst von dem futuristischen Konzept ab, das der damalige Konzernchef Herbert Diess auf dem Pariser Autosalon vorgestellt hatte.

Der 2020 auf den Markt gekommene ID.3 hatte anfangs mit schweren Softwareproblemen zu kämpfen. Inzwischen hat VW mehr als 600.000 Exemplare des kompakten Stromers ausgeliefert. Schon im Frühjahr 2023 gab es ein erstes Facelift, um die viel kritisierte, billig wirkende Innenausstattung aufzuwerten.

Ein Auto ohne Schalter und Hebel

Ein Jahr später erhielt der ID.3 einen stärkeren Antrieb und eine bessere Software. Sogar beleuchtete Touchslider zur Steuerung von Innenraumtemperatur und Lautstärke waren endlich verfügbar. Mit dem neuen ID.3 Neo geht VW noch einen Schritt weiter. Oder besser gesagt: einen großen Schritt zurück.

Bei der Präsentation des ersten ID sagte VW-Chef Diess noch stolz: "Die Steuerung des Autos wird völlig intuitiv sein. Keine Schalter, keine Hebel, nur Bildschirme." Der Weg hat sich inzwischen als Sackgasse herausgestellt.

VW ID.3 Neo – erste Eindrücke
VW ID.3 Neo – erste Eindrücke (02:01)

VW will mehr auf die Kunden hören

Bei der Präsentation des ID.3 Neo vor wenigen Tagen in Hamburg sagte Vertriebsvorstand Martin Sander: "Früher erstellten Ingenieure lange Listen mit Funktionen und Anforderungen. Am Ende des Tages fragten wir uns manchmal, warum sich die Kunden bei der Nutzung unserer Produkte nicht wirklich wohlfühlten. Heute gehen wir anders vor. Wir beginnen nicht mit Funktionen, sondern mit den Menschen. Bevor wir über Technik sprechen, fragen wir uns, wer dieses Auto tatsächlich fahren wird."

Es erscheint erstaunlich, dass VW nicht vorher mit Kunden getestet hat, ob sie berührungsempfindliche Bedienfelder, winzige Fahrerdisplays oder unbeleuchtete Touchslider wollten. Möglicherweise ließ sich Diess zu sehr von Elon Musks Ideen beeindrucken und setzte darauf, dass VW-Kunden den Verzicht auf Taster und Schalter akzeptieren würden.

Das neue Entwicklungskonzept(öffnet im neuen Fenster) nennt sich "True Volkswagen" und soll diese Fehlentwicklung korrigieren.


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