Reichweite steigt auf bis zu 630 km
VW setzt inzwischen effizientere Pulswechselrichter auf Siliziumkarbid-Basis ein. Der Antrieb soll um bis zu 35 Prozent weniger als das Vorgängermodell verbrauchen. Dadurch steigt die Reichweite erstmals bei einem ID.3 auf einen WLTP-Wert von mehr als 600 km. Ein Wert, den Diess ebenfalls im Jahr 2016 angekündigt hatte. Demnach kommt die Version mit 79-kWh-Akku bis zu 630 km weit. Beim 58-kWh-Akku sind es noch bis zu 494 km. Die Einstiegsversion verfügt über eine Reichweite von 417 km.
Trotz der vielen Verbesserungen bleibt ein nicht unwichtiges Detail unverändert: Das Kofferraumvolumen ist mit 385 Litern relativ klein. Das liegt daran, dass im Gegensatz zum ID.Polo oder ID.Cross der Antrieb weiterhin im Heck sitzt und nicht an die Front versetzt wurde. Daher ist der Stauraum beim Polo deutlich tiefer und hat ein Volumen von 435 Litern. Einen Stauraum unter der Fronthaube gibt es weiterhin nicht.
Einstiegspreis unter 34.000 Euro
VW verweist jedoch darauf, dass der ID.3 Neo eine umklappbare Durchreiche im Fond besitzt, so dass längere Gegenstände wie Ski leichter transportiert werden können. Bei umgeklappten Rücksitzen steigt das maximale Gepäckvolumen des 1,6 m langen Laderaums auf 1.267 Liter.
Ab Werk ist für den ID.3 weiterhin keine Anhängerkupplung bestellbar. Optional ist eine Aufnahme für einen Fahrradträger mit einer Stützlast von 75 kg konfigurierbar. Sie ist "hinter der klappbaren Nummernschildblende verborgen und wird bei Bedarf einfach eingesteckt".
Genaue Preise nennt VW bislang noch nicht. Es heißt lediglich, dass die Einstiegsvariante Trend mit dem 50-kWh-Akku in der Basisversion weniger als 34.000 Euro kosten soll. Derzeit kostet der ID.3 Energy mit 52-kWh-Akku laut Konfigurator 36.530 Euro, allerdings gibt VW bis Ende Juni 2026 einen Rabatt von 4.000 Euro. Der ID.3 Pure startete bei 33.330 Euro. VW will noch im April 2026 den Vorverkauf des ID.3 Neo starten. Die Markteinführung soll im Juli 2026 erfolgen. Inzwischen hat VW den bisherigen ID.3 aus dem Konfigurator entfernt.
Wann kommt der richtige ID.Golf?
Angesichts der vielen Neuerungen stellt sich die Frage, warum VW noch nicht den Schritt zum ID.Golf gewagt hat. Schließlich soll der ID.4 noch in diesem Jahr in ID.Tiguan umbenannt werden.
| Trend | Life/Style | |
|---|---|---|
| Batterie | 50 kWh | 50/58/79 kWh |
| Leistung | 125 kW | 125/140/170 kW |
| Reichweite | 417 km | 417/494/630 km |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 8,6 s | 8,6/8,0/7,0 s |
| Max. Ladeleistung | 105 kW | 105/183 kW |
| Ladedauer 10-80 Prozent | 26 min | 26-29 min |
| Basispreis | unter 34.000 Euro | noch unbekannt |
Doch VW will den Elektro-Golf offenbar weiterhin auf der neuen SSP-Plattform auf den Markt bringen. Daher könnte es bis 2030 dauern, bis der ID.3 endgültig von dem VW-Verkaufsschlager der vergangenen 50 Jahre abgelöst wird. Möglicherweise wird der Neo dann schon wieder ziemlich alt aussehen.
Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Hamburg hat VW übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.
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