Nur noch Tasten am Lenkrad
Die bisherigen kapazitiven Bedienfelder wurden durch Taster ersetzt. Sie steuern links die Assistenzsysteme und rechts die Anzeige im Fahrerdisplay. Darüber hinaus lassen sich über Lenkradtasten ebenfalls die Lautstärke regeln oder Musiktitel beziehungsweise Radiosender wechseln. Eine weitere Taste aktiviert die Spracherkennung.
Ebenfalls auf die Wünsche der Kunden hat VW bei der Bedienung der Fensterheber reagiert. So gibt es nun für jede Tür eine eigene Taste. Über eine zusätzliche Taste lässt sich das Öffnen und Schließen der Fenster im Fond blockieren.
Neuer Motor mit bis zu 170 kW Leistung
Doch nicht nur im Innenraum hat VW nachgebessert. Der ID.3 Neo nutzt ebenso wie der ID.Polo die neueste Version des Modularen E-Antriebsbaukastens: den MEB+. Allerdings wird der ID.3 Neo weiterhin von einem Heckmotor angetrieben, während der Polo einen Frontmotor vom Typ APP290 verwendet. APP steht dabei für die achsparallele Anordnung (Axial Parallel Position) von Antrieb und Getriebe, die 290 für das maximale Drehmoment in Newtonmetern.
Der neue APP350 des ID.3 Neo verfügt demnach über ein Drehmoment von bis zu 350 Newtonmetern. Er ist nicht nur effizienter als der bisherige APP310, sondern liefert mit bis zu 170 kW auch mehr Leistung. Damit beschleunigt der ID.3 Neo in 7 Sekunden von null auf 100 km/h.
Das leistungsstärkste Modell der Baureihe, der ID.3 GTI, erhält hingegen den APP550, der aktuell bis zu 210 kW liefert. Die genaue Leistung des ID.3 GTI nennt VW jedoch noch nicht.
Drei Ausstattungslinien bestellbar
Zum Start soll es den ID.3 Neo in den drei Ausstattungslinien Trend, Life und Style sowie in drei Leistungsstufen mit drei verschiedenen Batteriegrößen geben. Die E-Maschinen liefern jeweils eine Leistung von 125 kW (170 PS), 140 kW (190 PS) und 170 kW (231 PS). Die kleine Maschine ist nur mit 50-kWh-Akku lieferbar. Die Linie Trend gibt es nur mit kleinem Motor und Akku, die beiden anderen Linien sind mit allen drei Antriebsgrößen bestellbar.
Der 140-kW-Motor ist an einen 58-kWh-Akku gekoppelt, der 170-kW-Motor wird zusammen mit dem großen 79-kWh-Akku ausgeliefert. Die maximale Ladeleistung der beiden kleineren Akkus beträgt 105 kW, der große Akku lädt mit bis zu 183 kW. Dann dauert es 29 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden. Die Ladeleistung bei Wechselstrom beträgt jeweils 11 kW. Über die Funktion Vehicle-to-Load können externe Geräte mit bis 3,6 kW Leistung betrieben werden.
LFP- und NMC-Akkus
Die beiden kleineren Akkus nutzen eine Zellchemie auf Lithium-Eisen-Phosphat-Basis (LFP), bei dem größeren handelt es sich um einen NMC-Akku (Nickel-Mangan-Kobalt). VW hat inzwischen damit begonnen, eine eigene Batteriezellproduktion in Salzgitter aufzubauen, allerdings bislang nur für NMC-Akkus. Die LFP-Akkus stammen weiterhin von asiatischen Zulieferern, was auch für die geplante Produktion des ID.Polo und ID.Cross noch zutreffen wird.
Die Baugröße der Motoren mit integriertem Inverter und Getriebe ist jeweils identisch. VW setzt weiterhin auf Permanenterregte Synchronmaschinen (PSM). Die unterschiedlichen Leistungen rühren daher, dass die Rotoren unterschiedlich stark magnetisiert sind, was durch den Einsatz von Seltenerdmetallen definiert wird und damit auch den Preis bestimmt.
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