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Kein Smartphone auf Rädern

Die neuen Modelle im Klein- und Kompaktwagensegment, ID.Polo, ID.Cross und ID.3 Neo, sollen wieder "echte" Volkswagen sein. Der gemeinsame Nenner laute: "überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis, neue Designsprache, sicht- und fühlbare Wertigkeit, Technologien auf dem Level der jeweils nächst höheren Klasse und intuitive Bedienung". Ein Entwickler sagte dazu: "Ihr seht eben kein Smartphone auf Rädern. Das ist ein Auto. Und das Ding ist fürs Fahren gebaut."

Rein äußerlich fällt vor allem die Frontpartie auf. Die Scheinwerfer werden durch eine, wie VW schreibt, "breite, glasüberbaute Querspange" verbunden. Sie ist je nach Ausstattung im unteren Teil durchgängig beleuchtet und enthält dann auch ein beleuchtetes VW-Zeichen in der Mitte. VW verzichtet beim ID.3 Neo auf schwarz lackierte Elemente wie Heckklappe, Dach, Dachkantenspoiler und den Rahmen der Windschutzscheibe. Sie werden nun in Wagenfarbe lackiert.

Völlig neuer Innenraum

Völlig neu gestaltet wurde hingegen der Innenraum. Er entspricht im Wesentlichen dem im Januar 2026 vorgestellten Konzept des ID.Polo. Dazu zählen ein größeres Fahrerdisplay, mehr haptische Schalter und Tasten sowie eine größere Mittelkonsole. Darüber hinaus verzichtet VW künftig auf Klavierlackoptik und setzt auf weichere Materialien wie Stoffbezüge aus Recycling-Material und unterschäumten Kunststoff. Im Fond findet sich weiterhin Hartplastik.

Das neue Fahrerdisplay hat eine Diagonale von 10,25 Zoll (26 Zentimeter). Das ist fast doppelt so viel wie beim aktuellen ID.3 mit 5,3 Zoll. Der berührungsempfindliche Zentralbildschirm ist mit einer Diagonale von 12,9 Zoll (32,77 cm) ebenfalls größer als bisher.

Cooler Retrolook im Golf-Stil

Über eine Taste am rechten Lenkradbedienfeld lässt sich die Ansicht im Fahrerdisplay verändern. Darstellbar sind klassische Rundinstrumente, die Navigationskarte sowie Infokacheln mit der erkannten Fahrzeugumgebung. Der Clou ist jedoch der Retrolook, der an die erste Golf-Generation erinnert.

Das ist im Grunde nicht mehr als eine Spielerei, aber gut gemacht und sieht in der Tat cool aus. Neben den Rundinstrumenten für Geschwindigkeit und Leistung gibt es "mechanische" Kilometerzähler und die LED-Leiste mit der berühmten blauen Fernlicht-LED(öffnet im neuen Fenster), die damals noch nicht erfunden war und imitiert werden musste.

Der Retrolook lässt sich zudem auf dem Zentraldisplay darstellen. Dann erscheinen die Navigationskarte in einem kleinen Röhrenfernseher und die Musiktitel in einer Kompaktkassette. Der Akkustand wird wie eine analoge Tankanzeige dargestellt. Das Designteam bezeichnet solche Details als "Secret Sauce" des Fahrzeugs. Dazu zählen auch eingeprägte Fahrzeug-Silhouetten an den beiden Außenseiten des Armaturenbretts.

Das ist zwar ganz nett, aber sicherlich kein Kaufkriterium.


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