Herbert Diess: VW-Chef sieht geringe Gefahr von Jobverlust durch E-Autos

Den Wandel in der Automobilindustrie zum E-Auto sieht Herbert Diess gelassen. Die Sorge um massive Jobverluste hält der Volkswagen-Chef für überzogen.

Artikel veröffentlicht am ,
Herbert Diess auf der IAA 2019
Herbert Diess auf der IAA 2019 (Bild: Alexander Migl/CC-BY-SA 4.0)

Volkswagen-Chef Herbert Diess will die Sorgen, dass die Elektromobilität Jobs kosten könnte, zwar nicht kleinreden, doch er sieht mehr Chancen als Risiken. Auch 2030 würden noch viele Menschen in der Produktion benötigt, um Autos zu bauen. Diess sagte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass die Negativszenarien, die da manchmal gezeichnet würden, seiner Meinung nach überzogen seien.

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Der gleichzeitige Aufbau von mehr Kompetenz im Bereich IT werde jedoch womöglich größere Änderungen und ein Umdenken erfordern, schätzte Diess ein. Im Bereich Software werde ein Mitarbeiterwachstum erwartet. Ein Großteil der Arbeitsplätze sei sicher zu retten, sagte der VW-Chef. An bestimmten Stellen werde man wachsen, an anderen schrumpfen.

Auch die Sorgen der Lieferanten sieht Diess eher gelassen: 70 Prozent der Zulieferer würden durch die Transformation gar nicht berührt. "Sitze bleiben Sitze, Stahl bleibt Stahl, Räder bleiben Räder, Bremsen bleiben Bremsen", sagte der VW-Chef.

Hinsichtlich der Umwälzung im Motorenbereich, die unweigerlich stattfindet, versuchte Diess ein häufig genutztes Argument in puncto Arbeitsplatzabbau zu entkräften. Ein Motor habe eine Fertigungszeit von einer Stunde, der Fahrzeugbau dauere 20 bis 30 Stunden. Besonders mitarbeiterintensiv sei der Motorenbau also nicht.

Daimler-Chef erwartet Arbeitsplatzabbau

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Daimler-Chef Ola Källenius sieht das nicht so. Die Transformation des Autobauers Daimler von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität werde beim Konzern Arbeitsplätze kosten. "Man muss auch ehrlich mit den Menschen sein: Die Montage eines Verbrennungsmotors bringt mehr Arbeit mit sich als der Bau einer Elektroachse", sagte Källenius Anfang August 2021 der Welt am Sonntag.

"Selbst wenn wir den kompletten elektrischen Antriebsstrang selbst bauen würden, werden wir Ende der Dekade weniger Menschen beschäftigen." Källenius fügte aber hinzu, dass es auch neue, hochwertige Jobs im Zuge der Umstellung geben werde.

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Megusta 13. Aug 2021

Wer soll das bezahlen, wenn wir zum Entwicklungsland degradieren? Globalisierung...

Vollstrecker 09. Aug 2021

Der Artikel handelt davon das die Wartungskosten in den ersten *drei* Monaten teurer...

sambache 08. Aug 2021

Ja, wir brauchen dringend mehr Fähnchen im Wind ;-)

herrmausf 08. Aug 2021

Aus den Erfahrungen mit meinem VW TSI kann ich dir da nur zustimmen.



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