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Vulcan Energy Resources: Opel-Werk soll Strom und Wärme aus Geothermie bekommen

Stellantis setzt auf erneuerbare Energien . Das Opel-Werk in Rüsselsheim soll sauberen Strom und saubere Wärme bekommen.
/ Werner Pluta
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Opel-Werk in Rüsselsheim (Symbolbild): Stellantis will Nachhaltigkeit fördern. (Bild: Stellantis)
Opel-Werk in Rüsselsheim (Symbolbild): Stellantis will Nachhaltigkeit fördern. Bild: Stellantis

Erdwärme für Opel: Das deutsch-australische Unternehmen Vulcan Energy Resources will das Werk der Stellantis-Konzernmarke in Rüsselsheim künftig mit sauberer Energie versorgen. Start könnte bereits 2025 sein.

Vulcan Energy Resources will für das Werk ein Geothermiekraftwerk errichten. Das soll den Standort, an dem der Opel Astra und der DS4 gebaut werden, mit Strom versorgen und zudem Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Zudem wird die geothermische Anlage Wärme liefern.

"Die Partnerschaft mit Vulcan unterstreicht unser Bekenntnis zur Förderung sauberer Energielösungen in unserem Unternehmen" , sagte Stellantis-Chef Carlos Tavares(öffnet im neuen Fenster) . "Sie ist eine von zahlreichen Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um im Einklang mit unserem Strategieplan Dare Forward 2030 unser Ergebnis zu verbessern und Nachhaltigkeit zu fördern."

Geothermie aus dem Oberrheingraben

Die Anlage soll im Norden der oberrheinischen Tiefebene entstehen, dem Schwerpunktgebiet von Vulcan. Das Unternehmen wird zunächst eine Machbarkeitsstudie durchführen. Bei Erfolg sollen Bohrungen, weiterführende Studien sowie Erschließungen folgen. Stellantis wird das Projekt zur Hälfte finanzieren. Die hessische Landesregierung hat Unterstützung zugesagt.

Die oberrheinische Tiefebene eignet sich als Geothermiestandort: In 2.000 bis 5.000 Metern Tiefe gibt es 140 bis 180 Grad heißes Wasser, das wegen des Drucks trotz seiner hohen Temperatur flüssig ist.

Vulcan Energy fördert allerdings nicht einfach nur warmes Wasser aus der Tiefe : Das Thermalwasser dort hat einen hohen Lithiumgehalt: Etwa 180 und 200 Milligramm sind in einem Liter Wasser gelöst. Das Unternehmen will die Geothermienanlagen mit Filtern ausstatten, die den Rohstoff aus dem Wasser extrahieren.

Ab 2026 will Vulcan Energy Lithium im industriellen Maßstab fördern. Die gesamte Produktion sei bis zum Jahr 2030 ausverkauft, sagte Horst Kreuter, einer der beiden Gründer, im vergangenen Jahr im Gespräch mit Golem.de (g+) . Gesichert haben sie sich Akku- und Automobilhersteller – darunter auch Stellantis.


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