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Auf der R-7 mit Snapdragon 805 läuft Vuforias Mobile Vision Platform.
Auf der R-7 mit Snapdragon 805 läuft Vuforias Mobile Vision Platform. (Bild: ODG)

Vuforia: Qualcomm verkauft Augmented-Reality-Sparte

Auf der R-7 mit Snapdragon 805 läuft Vuforias Mobile Vision Platform.
Auf der R-7 mit Snapdragon 805 läuft Vuforias Mobile Vision Platform. (Bild: ODG)

Microsoft setzt auf die Hololens, Qualcomm dagegen stößt seine Augmented-Reality-Tochter ab: Vuforia wird von PTC übernommen, einem auf das Internet der Dinge spezialisierten Unternehmen.

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Qualcomm hat zugestimmt, dass die Tochterfirma Vuforia von PTC gekauft wird. Die Kaufsumme beträgt 65 Millionen US-Dollar, die Übernahme soll noch im Kalenderjahr 2015 vollzogen werden. Vuforia entwickelt Software für Augmented-Reality-Anwendungen: Die sogenannte Mobile Vision Platform steckt in AR-Brillen wie der von BMW: Hierbei wird das Navi direkt ins Sichtfeld des Fahrers eingeblendet. PTC ist vor allem im IoT-Umfeld aktiv und hat sich auf entsprechende Software-Lösungen spezialisiert.

Der Verkauf der Augmented-Reality-Sparte Vuforia kommt nicht unerwartet, da Qualcomm aufgrund der Resultate im zweiten Quartal 2015 bereits ankündigte, über eine Abspaltung von Geschäftsbereichen nachzudenken. Der Umsatz ging von 6,8 auf 5,8 Milliarden US-Dollar zurück, der Gewinn des Unternehmens halbierte sich nahezu von 2,2 auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Qualcomm entlässt daher rund 4.500 Mitarbeiter und plant innerhalb der nächsten Monate 1,4 Milliarden US-Dollar einzusparen.

Zudem erschließt der Hersteller neue Geschäftsfelder: Zuletzt kündigte Qualcomm seine Snapdragon Flight genannte Plattform für Multicopter an und präsentierte einen Prototyp einer noch namenlosen Server-CPU mit selbstentwickelten 64-Bit-Prozessorkernen. Investitionen wie die Übernahme von Ikanos Communications, einem Entwickler von Chips und Modems für den G.fast-DSL-Standard, ergänzen überdies das Atheros-Portfolio.

Während Qualcomm Vuforia verkauft, entwickelt Microft die Hololens immer weiter und kündigte vor einigen Tagen ein Dev-Kit der AR-Brille an. Das soll 3.000 US-Dollar kosten und im ersten Quartal 2016 verfügbar sein.


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