Abo
  • Services:
Anzeige
Die jetzt kopierten Daten sollen aus dem Kid-Connect-Dienst von Vtech stammen.
Die jetzt kopierten Daten sollen aus dem Kid-Connect-Dienst von Vtech stammen. (Bild: Vtech)

Vtech: Hacker erbeutet 10.000 Kinderfotos

Die jetzt kopierten Daten sollen aus dem Kid-Connect-Dienst von Vtech stammen.
Die jetzt kopierten Daten sollen aus dem Kid-Connect-Dienst von Vtech stammen. (Bild: Vtech)

Kinder und Eltern schlecht geschützt: Der Hacker des Spielzeugherstellers Vtech hat offenbar nicht nur Zugriff auf Zugangsdaten und Adressen, sondern auch auf Porträtfotos, Chatprotokolle und Audiodateien gehabt. "Das macht mich krank", sagt er.

Der Hack des Spielzeugherstellers Vtech ist offensichtlich weitreichender als ursprünglich befürchtet, wie Motherboard berichtet. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass der Hersteller von elektronischem Kinderspielzeug aus Hongkong gehackt wurde - und Datensätze von mehr als 6 Millionen Kindern und fast 5 Millionen Eltern kompromittiert wurden.

Anzeige

Der anonyme Hacker hat nun erneut mit Motherboard gesprochen und behauptet, mehr als 190 GByte an Daten von den Servern heruntergeladen zu haben. Darunter seien auch Porträtfotos von Kindern und Eltern - vermutlich mehr als 10.000 Stück -, außerdem Chatprotokolle und auch Audioaufzeichnungen von Gesprächen zwischen Kindern und Eltern.

Motherboard schreibt, der Hacker habe keine Pläne, die Informationen zu verkaufen oder zu veröffentlichten. "Es macht mich krank, dass ich in der Lage war, alle diese Informationen herunterzuladen", sagte er zu Motherboard. Nach Angaben von Motherboard hat er 3.832 Kinderbilder mit Motherboard geteilt, um den Hack zu verifizieren. Motherboard hat einige der geschwärzten Bilder veröffentlicht.

Daten stammen aus Kid Connect

Die Daten stammen vermutlich aus dem Vtech-Produkt Kid Connect. Mit dem Dienst können Eltern über eine Smartphone-App mit Kindern kommunizieren, die ein Vtech-Tablet benutzen. Vtech ermutigt Kinder und Eltern in einem Tutorial zu den Produkten dazu, Porträtfotos aufzunehmen und in der App zu speichern.

Die Sicherheitsvorkehrungen von Vtech sind offensichtlich mangelhaft gewesen. Die auf dem Server gespeicherten Passwörter wurden nur mit MD5 gehasht - und nicht mit deutlich sichereren Verfahren wie bcrypt. Der Hack lief nach Angaben von Motherboard über eine SQL-Injektion auf der Seite. Auch die anderen jetzt kopierten Daten waren offensichtlich nicht verschlüsselt. Außerdem soll sich bei den meisten heruntergeladenen Bildern eine direkte Zuordnung zu den Accountdaten vornehmen lassen. Böswillige Angreifer könnten also nicht nur die Postadresse von Kunden herausbekommen, sondern auch Bilder und andere persönliche Informationen damit verknüpfen.

Als Reaktion auf die Hacks hat Vtech nach eigenen Angaben einige Server und Dienste vom Netz genommen. Es seien keine Kreditkarteninformationen abhandengekommen, heißt es weiter. Zu den neuen Veröffentlichungen hat sich Vtech bislang nicht geäußert.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben erst durch eine Mail des Motherboard-Journalisten Lorenzo Francheschi-Bicchierai von dem Hack erfahren. Alle Nutzer der von dem Hack betroffenen Accounts seien per E-Mail informiert worden. Deutsche Kunden des Unternehmens können ihre Fragen an die Adresse downloadmanager@vtech.de richten.

Nachtrag vom 2. Dezember 2015, 10:10 Uhr

Vtech hat neue Zahlen zu dem Hack bekanntgegeben. Demnach sind nicht, wie ursprünglich berichtet, 200.000 Accounts von Kindern betroffen, sondern 4.854.209 Eltern-Accounts und 6.368.509 Datensätze von Kindern. In Deutschland sollen rund 500.000 Profile von Kindern betroffen sein.

Zu den Berichten, dass Fotos von Kindern heruntergeladen wurden, wollte das Unternehmen bislang keine Stellung beziehen, teilt aber mit, dass die Daten mit AES 128 verschlüsselt gewesen seien - offenbar wirkungslos. Warum es notwendig gewesen sein soll, die Daten überhaupt auf dem Server des Unternehmens vorzuhalten, sagt Vtech nicht. Leser, die auch Kunden von Vtech sind, berichten uns, dass sie nie darüber in Kenntnis gesetzt wurden, dass diese Informationen zentral gespeichert werden.


eye home zur Startseite
salah 04. Dez 2015

also, ich bin der Meinung, dass man Maß halten soll. Ich kenne selbst so viele Eltern...

pummel 02. Dez 2015

<> Also mein Großvater auf einer Napola, mit sportlicher Ausrichtung. Wir sind die Kinder...

Enter the Nexus 02. Dez 2015

Ging mir ebenfalls so :)

JonasDralle 01. Dez 2015

Man kann nie auf die Sicherheit von Services vertrauen. Egal wem ich meine Daten gebe...

plutoniumsulfat 01. Dez 2015

Wieso so viele Eltern? Das will mir gerade nicht in den Sinn kommen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Wüstenrot & Württembergische Informatik GmbH, Ludwigsburg
  2. Bechtle Onsite Services GmbH, Rheinmünster
  3. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Viega Holding GmbH & Co. KG, Attendorn


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 18,99€ statt 39,99€
  2. (u. a. Ryzen 5 1400 für 151,99€, Ryzen 5 1600 für 198,95€ und Ryzen 7 1700 für 292,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Windows 10

    Fall Creators Update wird von Microsoft offiziell verteilt

  2. Aufblasbar

    Private Raumstation um den Mond soll 2022 starten

  3. Axon M

    ZTE stellt Smartphone mit zwei klappbaren Displays vor

  4. Fortnite Battle Royale

    Epic Games verklagt Cheater auf 150.000 US-Dollar

  5. Microsoft

    Das Surface Book 2 kommt in zwei Größen

  6. Tichome Mini im Hands On

    Google-Home-Konkurrenz startet für 82 Euro

  7. Düsseldorf

    Telekom greift Glasfaserausbau von Vodafone an

  8. Microsoft

    Neue Firmware für Xbox One bietet mehr Übersicht

  9. Infrastrukturabgabe

    Kleinere deutsche Kabelnetzbetreiber wollen Geld von Netflix

  10. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test

    Google fehlt der Mut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

ZFS ausprobiert: Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
ZFS ausprobiert
Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
  1. Librem 5 Purism zeigt Funktionsprototyp für freies Linux-Smartphone
  2. Pipewire Fedora bekommt neues Multimedia-Framework
  3. Linux-Desktops Gnome 3.26 räumt die Systemeinstellungen auf

Elektromobilität: Niederlande beschließen Aus für Verbrennungsautos
Elektromobilität
Niederlande beschließen Aus für Verbrennungsautos
  1. World Solar Challenge Regen in Australien verdirbt Solarrennern den Spaß
  2. Ab 2030 EU-Komission will Elektroauto-Quote
  3. Mit ZF und Nvidia Deutsche Post entwickelt autonome Streetscooter

  1. Re: Datenschutz

    Tigtor | 20:56

  2. wie funktioniert phase 3?

    redRogi | 20:51

  3. Wie wär's mal wenn

    Keridalspidialose | 20:49

  4. Re: Eine nette idee

    x2k | 20:44

  5. Re: Und von mir wird es offiziell erst mal ignoriert

    teenriot* | 20:38


  1. 19:00

  2. 18:32

  3. 17:48

  4. 17:30

  5. 17:15

  6. 17:00

  7. 16:37

  8. 15:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel