VSS Unity: Virgin Galactic stellt neues Raumschiff vor

16 Monate nach dem tragischen Absturz des Spaceship Two stellt Virgin Galactic ein neues Raumschiff vor. Den Namen der VSS Unity hat sich der Physiker Steven Hawking ausgedacht - ihm hat Richard Branson einen Freiflug versprochen.

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Die VSS Unity
Die VSS Unity (Bild: Virgin Galactic)

Virgin Galactic hat mit der VSS Unity die nächste Version eines kommerziellen Raumschiffs vorgestellt. Vor 16 Monaten war das Spaceship Two über der Mojave-Wüste abgestürzt, dabei wurde der Pilot Michael Alsburry getötet und der Co-Pilot schwer verletzt. Das Raumschiff unterscheidet sich nicht wesentlich von seinem Vorgänger - gearbeitet wurde vor allem an der Sicherheit.

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Die Taufe war ungewöhnlich: Anstelle von Champagner wurde eine Flasche mit Milch am Schiffskörper zerschellt - geworfen von Bransons Enkeltochter Eva Deia. Der Vorschlag für den Schiffsnamen stammte von Steven Hawking - der selbst gerne mitfliegen will.

  • Die VSS Unity (Bild: Virgin Galactic)
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Die VSS Unity (Bild: Virgin Galactic)

Bis das Raumschiff tatsächlich Passagiere in den Weltraum befördert, dürfte noch einige Zeit vergehen. Denn jetzt beginnen erst die offiziellen Tests. Bislang hat das Raumschiff nur eine maximale Höhe von 22 Kilometern erreicht. Am grundlegenden Antriebskonzept ändert sich nichts - das Raumschiff soll zunächst von einem separaten Carrier mit dem Namen White Knight Two auf 14 Kilometer Höhe geschleppt und dann ausgeklinkt werden. Von dort soll das Raumschiff irgendwann einmal bis zu 110 Kilometer hoch aufsteigen können und dabei zwei Piloten und sechs Passagiere befördern können.

Der Preis für wenige Minuten Schwerelosigkeit ist recht hoch: Tickets soll es für rund 200.000 Euro geben. Mehrere hundert Interessierte sollen bereits Anzahlungen geleistet haben, um einen Platz auf der Warteliste zu erlangen. Das neue Raumschiff wurde nach Angaben von Virgin erstmals komplett von der eigenen Tochterfirma 'The Spaceship Company' gefertigt.

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Der Absturz des Vorgängermodells wurde offenbar durch eine unsachgemäße Aktivierung des "Federfluges" während des Aufstieges verursacht. Bei dem zur Landung vorgesehenen Federmodus dreht das Flugzeug seine Leitwerke um 90 Grad nach oben, um sich in einem kontrollierten Sackflug der Erde zu nähern. Ab einer Höhe von 16.700 Metern werden die Leitwerksträger dann wieder zurückgedreht, um einen normalen Landeanflug zu starten. In der neuen Version soll der Federmodus durch einen mechanischen Sicherungsstift unterbunden werden, solange sich das Gerät in einer unsicheren Fluglage befindet, wie Ars Technica schreibt.

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