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vSphere, Aria, NSX: Broadcom streicht VMware-Angebot radikal zusammen

Mehr als 50 Produkte sollen der VMware-Übernahme durch Broadcom zum Opfer fallen. Das Gratis-Angebot des Esxi-Hypervisor dürfte auch betroffen sein.

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VMware will einen radikalen Wechsel seines Angebots. (Bild: VMware)

Die bereits im Dezember angekündigten massiven Umstrukturierungen des Angebots von VMware nach der Broadcom-Übernahme führen zu einem radikalen Abbau des Produktangebots von VMware. Das gibt das Unternehmen mit einer Änderungsnotiz im Portal für seine Nutzer und Kunden bekannt. Hintergrund ist der geplante Wechsel von einem Modell dauerhaft gültiger Lizenzen zu einem Abo-Modell für die VMware-Produkte.

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Das geht aber offenbar einher mit der vollständigen Einstellung von mehr als 50 einzelnen Software-Angeboten, darunter zahlreiche Varianten von vSphere, Aria, oder NSX. Lediglich bei zwei der aufgeführten Produkte, VMware vSphere Essentials Plus Kit und VMware Cloud Foundation, will VMware eine neue Abo-Lizenz anbieten. Als Hosting-Produkte bleiben bei VMware damit im Grunde nur noch das eigene Cloud-Infrastruktur-Projekt und eine umfassende Virtualisierungslösung für kleinere Unternehmen mit bis zu 20 Servern. Die Desktop-Produkte VMware Player, Workstation und Fusion bleiben vorerst ebenfalls erhalten.

Explizit nicht mehr als eigenständiges Produkt verfügbar sein wird künftig der VMware Hypervisor, der auch als Esxi bekannt ist. Zahlreiche Nutzer gehen inzwischen davon aus, dass dies insbesondere auch die bisher für Testzwecke kostenfrei verfügbare Variante von Esxi umfasst. VMware schreibt zur Erklärung: "Alle Lizenzierungsoptionen, einschließlich Perpetual, Support & Subscription (SnS), SaaS/Hosted und Subscription, sowie alle Editionen, Suiten und Preismetriken der einzelnen Produkte sind, sofern nicht anders angegeben, von dieser Ankündigung betroffen. Diese Produkte sind nicht mehr zum Kauf verfügbar."

Bestehende Lizenzvereinbarungen für die konkreten einzelnen Produkte will VMware über die gesamte vereinbarte Laufzeit aufrechterhalten und unangetastet lassen. Kunden, die entsprechende Produkte im Einsatz haben, müssen VMware zufolge zunächst nichts unmittelbar unternehmen. Steht die Erneuerung des Lizenz- und Supportvertrags an, will der Anbieter auf seine Kunden zugehen und passenden Abo-Möglichkeiten anbieten.