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VSC-4: Supercomputer der TU Wien soll den Urknall simulieren

Mit 3,7 Petaflops wird der VSC-4 Österreichs schnellster Supercomputer werden. Das System von Lenovo steht in der TU Wien und soll für wissenschaftliche Simulationen genutzt werden - etwa um den Anfang des Universums zu erforschen.

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Supercomputer können komplexe Simulationen wie die Geschehnisse nach dem Urknall  berechnen.
Supercomputer können komplexe Simulationen wie die Geschehnisse nach dem Urknall berechnen. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Die Technische Universität Wien hat den Supercomputer Vienna Scientific Cluster 4 VSC-4 in Betrieb genommen. Er hat eine maximale Rechenkapazität von 3,7 Petaflops, typischerweise 2,7 Petaflops, und ist damit der leistungsfähigste Computer in Österreich. Zum Vergleich: Die derzeitigen weltweit schnellsten Supercomputer stehen in den USA und basieren auf der IBM-Power9-Plattform. Summit und Sierra rechnen mit 143 respektive 94 Petaflops.

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Trotzdem ist der neue Rechner in etwa fünfmal so schnell wie das bisher verwendete System und schafft es in der Top-500-Liste der Supercomputer auf Platz 82. Das berichtet die TU Wien in der Ankündigung. Er ist in Kooperation mit anderen Universitäten entstanden - der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur Wien, der TU Graz und der Universität Innsbruck.

Der Cluster wurde aus mehreren Thinksystem SD650 von Lenovo gebaut. Er besteht aus 790 Rechenknoten mit jeweils zwei Prozessoren und 24 CPU-Kernen. Es handelt sich um CPUs von Intel, den Xeon Platinum 8174 (Skylake SP). In der Summe stehen 37.920 Kerne mit einem Standardtakt von 3,1 GHz zur Verfügung. Grafikkarten als zusätzliche Beschleuniger sind nicht installiert. Die CPUs sind mit einer Wasserkühlung verbunden, die die Temperatur im Betrieb unter Kontrolle halten soll. Als Betriebssystem wird Suse Linux Enterprise Server 12 SP3 genutzt.

Urknallforschung und Medizin

Zwar funktioniert der VSC-4 bereits, doch "bis der Abnahmeprozess vollständig abgeschlossen ist, werden allerdings noch einige Wochen vergehen", schreibt die TU Wien. Forscher können das System ab dem späten Herbst 2019 für ihre Projekte verwenden.

Dann soll das System diverse Simulationen berechnen, um etwa das Universum kurz nach dem Urknall zu studieren oder Quantenphysik für die Entwicklung neuer Materialien anzuwenden. Auch medizinische Simulationen und Projekte in der Bioinformatik werden zu seinen Aufgaben gehören.

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