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VSA: Apothekenrechenzentrum verbietet Kritik von Thilo Weichert

Das Apothekenzentrum VSA soll Patientendaten nicht ausreichend gesichert haben. Doch das darf der schleswig-holsteinische Landesdatenschützer nicht mehr behaupten.

Artikel veröffentlicht am ,
Apothekenzentrum VSA in der Kritik
Apothekenzentrum VSA in der Kritik (Bild: VSA/Screenshot: Golem.de)

Der schleswig-holsteinische Landesdatenschützer Thilo Weichert darf nicht mehr behaupten, das Apothekenrechenzentrum VSA habe seine Daten nicht ausreichend gesichert. Das gab der Dienstleister bekannt. Das vor allem in Süddeutschland und in Sachsen-Anhalt aktive Apothekenzentrum VSA, das Teil der Unternehmensgruppe VSA ist, handelt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel aus dem August 2013 mit Patientendaten, die unzureichend verschlüsselt sind.

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VSA pseudonymisiert die Daten nur mit einem 64-stelligen Code. Dieser kann laut Spiegel zurückgerechnet werden, so dass die Versicherungsnummer der Kunden ersichtlich wird.

Die Aussagen von Weichert seien aus Sicht des Gerichts nicht durch brauchbare Tatsachengrundlagen belegt, so das VSA. Zudem seien Weicherts Wertungen schon deshalb nicht erforderlich gewesen, weil das zuständige Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht das Verfahren bei der VSA geprüft und für rechtmäßig befunden habe.

"Von dem im Sommer ausgerufenen vermeintlichen Datenskandal ist damit nichts mehr übrig geblieben", sagte Anwältin Tanja Eisenblätter von Hogan Lovells in Hamburg. Andreas Lacher von der VSA-Geschäftsführung erklärte: "Die Richter am Verwaltungsgericht in Schleswig haben sämtliche Kritikpunkte und Positionen des Datenschützers nach eingehender Prüfung verworfen und Herrn Dr. Weichert auferlegt, diese Aussagen in der Medienöffentlichkeit nicht zu wiederholen."

Wegen einiger Aussagen waren bereits zuvor zwei einstweilige Verfügungen gegen den Spiegel und Spiegel Online, die damals zuerst berichtet hatten, durchgesetzt worden. Der damalige Bericht ist beim Spiegel nicht mehr verfügbar.

Gegen die Entscheidungen können Rechtsbehelfe eingelegt werden. Weichert hat bisher noch nicht erklärt, ob er Rechtsmittel nutzen wird.

Nachtrag vom 13. November 2013, 21:58 Uhr

Weichert sagte Golem.de: "Ich bin in jeder Hinsicht enttäuscht von der Entscheidung des Gerichts. Dies gilt einmal für die Aussagen zum Äußerungsrecht von Datenschutzaufsichtsbehörden. Besonders ärgerlich ist, dass sich das Gericht weigerte, sich zur grundlegenden rechtlichen Frage auch nur zu äußern. Das ULD wird Beschwerde einlegen. Das sollte in diesem Konflikt definitiv nicht das letzte Wort sein. "



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Endwickler 15. Nov 2013

Was haben die Apotheker damit zu tun? Obwohl Golem.de es als Apothekenzentrum bezeichnet...

Endwickler 14. Nov 2013

An den momentanen Regierungen sind leider alle Zweifel angebracht und dank der...

Enyaw 14. Nov 2013

kt

Anonymer Nutzer 13. Nov 2013

Her damit. Dieser Mist muss wieder hochkommen. Als ich das im August las, ich konnte gar...


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