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VR: Oculus VR kauft Microsoft-Designteam

Facebooks neue VR-Tochter Oculus kauft ein: Künftig soll das Designteam der Xbox -360-Gamepads an den Produkten der Kalifornier mitarbeiten.
/ Thorsten Schröder
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Oculus VR hofft auf die Unterstützung der Carbon Design Group. (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)
Oculus VR hofft auf die Unterstützung der Carbon Design Group. Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images

Oculus VR hat mit Carbon Design Group die Entwicklungsfirma des Gamepad der Xbox 360 und der Kinect Kamera gekauft. "Das Team wird offiziell ein wichtiger Teil des Ingenieurteams bei Oculus werden" , hieß es am Dienstag von Oculus VR. Wie viel Oculus für die Übernahme der Carbon Design Group bezahlt, ist nicht bekannt.

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Oculus Rift Developer Kit 2 auf der GDC 2014 (01:34)

Erst im März war Oculus VR seinerseits von Facebook für 2 Milliarden Dollar übernommen worden. Gründer Mark Zuckerberg hofft, dass der Neuerwerb dem sozialen Netzwerk dabei hilft, eine VR-Plattform zu schaffen, die die Nachfolge des PC antreten könnte. Die Teams von Oculus und Carbon Design arbeiten nach Unternehmensangaben bereits seit fast einem Jahr eng zusammen. Von Oculus hieß es nun, man arbeite gemeinsam an "mehreren bislang nicht bekanntgegebenen Projekten" . Die Mitarbeiter der seit 20 Jahren aktiven Carbon Design Group sollen weiterhin von Seattle aus arbeiten und nicht in den Oculus-Sitz in Kalifornien umziehen.

Offizieller Verkaufsstart steht bis heute aus

Oculus hat bislang als einziges Produkt das VR-Headset Rift vorgestellt, das sich gerade in der Testphase befindet. Ein offizieller Verkaufsstart steht zwar bis heute aus, wird laut Medienberichten aber für Anfang 2015 angestrebt. Erst vor wenigen Wochen waren Gerüchte aufgekommen, Oculus arbeite gemeinsam mit dem südkoreanischen Handyhersteller Samsung an einer eigenen Datenbrille.

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Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt ist Oculus zudem eine Kooperation mit Linden Lab eingegangen. Das Unternehmen, das Second Life geschaffen hat, arbeitet dem Vernehmen nach an einer völlig neuen Version der Online-Parallelwelt, über die nach der Jahrtausendwende viel gesprochen wurde, die aber nie den großen kommerziellen Durchbruch schaffte.


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