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VR-Headset von LG ausprobiert: Mit "Für Elise" in die virtuelle Realität

Ein weiterer Konzern steigt ein ins Geschäft mit den Virtual-Reality-Headsets: LG arbeitet mit Valve an einem noch namenlosen Gerät. Golem.de konnte den Prototyp mit Beethoven ausprobieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Prototyp des VR-Headsets von LG auf der GDC 17 - hier am Stand von Valve
Der Prototyp des VR-Headsets von LG auf der GDC 17 - hier am Stand von Valve (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Wir haben "Für Elise" getrommelt. Kein Scherz: LG Electronics hat auf der GDC 17 mit dem Klavierstück von Beethoven - aufgemotzt zu asiatischem Synthiepop - den Prototyp eines neuen VR-Headsets präsentiert. Und wir durften in einer Demo am virtuellen Schlagzeug so ähnlich wie in Guitar Hero im halbwegs passenden Rhythmus den Takt mitschlagen.

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Auch wenn uns jede Menge spannendere Anwendungen zur Vermittlung der Faszination von VR einfallen: Aus technischer Sicht hat der Prototyp von LG durchaus einen interessanten Eindruck gemacht. Das Gerät wird im Grunde eine direkte Konkurrenz zu HTC Vive. Zum einen verwendet es vermutlich auf die gleiche Art die Infrastruktur von Steam und ist somit wahrscheinlich voll oder weitgehend mit den Spielen kompatibel. Zum anderen nutzt es die gleiche Lighthouse-Trackingtechnologie.

Der größte Unterschied: Der Prototyp von LG verwendet einen durchgehenden Amoled-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.440 x 1.280 Pixeln pro Auge, bei HTC Vive kommen zwei OLED-Displays mit einer Auflösung von je 1.200 x 1.080 Pixeln zum Einsatz. Uns wäre die höhere Auflösung nicht aufgefallen, das Bild wirkte ähnlich fein, die Pixeltapete war aber immer noch erkennbar. Allerdings hatten wir keine Möglichkeit, direkt vor Ort einen unmittelbaren Vergleich anzustellen.

  • Auf der GDC 17 hat LG Electronics diesen VR-Prototyp vorgestellt. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Der Prototyp von LG Electronic erinnert - abgesehen von der Farbe - an Playstation VR. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Controller sind aus einem angenehmen, mattierten Kunststoff. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Auch den hinteren Bügel kennen PS-VR-Besitzer so ähnlich. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Bedienungsanleitung für ein Actionspiel-Demo (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • "Into the Rhythm" heißt das Schlagzeugspiel mit "Für Elise" offenbar ... (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
Auf der GDC 17 hat LG Electronics diesen VR-Prototyp vorgestellt. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)

Die restlichen bekannten technischen Daten entsprechen zumindest derzeit noch denen von HTC Vive. Auch der LG-Prototyp verwendet eine Bildrate von 90 Hz, das Sichtfeld liegt nach offiziellen Angaben bei 110 Grad.

Der Aufbau des Gehäuses erinnert überdeutlich an Playstation VR. Das Headset wird mit einer ausziehbaren Halterung - die hinten ebenfalls über einen Schalter verfügt - am Kopf befestigt. Auch die vordere Auflagefläche erinnert stark an das Sony-Produkt. Ebenso die Möglichkeit, das Visier nach oben zu klappen. Bei LG funktioniert das sogar noch einen Tick besser, was wir als sehr angenehm empfinden.

Wer sich nun übrigens wegen der etwas umständlicheren Handhabung seiner HTC Vive grämt: Wir konnten das schon länger angekündigte neue, nachrüstbare Befestigungssystem auf der GDC 17 auch schon ausprobieren. Es bringt spürbar mehr Komfort - wenn auch nicht ganz so viel wie der Prototyp von LG.

Dessen Eingabegeräte sehen zwar auf den ersten Blick sehr anders aus als die von HTC Vive, die Bedienung läuft aber ähnlich ab. Die Controller lagen gut in der Hand, so dass wir in der zweiten Demo - einer Ballerorgie in einem fahrenden Zug - durchaus Spaß hatten.

Es ist ein Prototyp!

Bislang verfügt der Prototyp von LG statt über Kopfhörer nur über eine Klinkenbuchse. Eine im Frontbereich eingebaute Kamera ist noch nicht aktiviert. Der Anschluss des Geräts erfolgt über USB-C - HDMI kommt laut LG mit der Auflösung des Displays nicht klar.

LG Electronics hat sehr betont, dass es sich bei dem gezeigten Gerät noch um einen Prototyp handelt. Vor Ort waren Ingenieure, die akribisch auch unser Feedback notiert haben, etwa im Hinblick auf die unserer Einschätzung nach guten, aber noch nicht ganz perfekten D-Pads an den Controllern.

Über die weiteren Pläne für sein Headset hat LG nichts gesagt. Preise, Verfügbarkeiten der finalen Version und weitere technische Angaben - alles noch unklar. Und auch, ob dem fertigen Headset die Demo mit "Für Elise" beiliegt, konnte keiner der Firmenvertreter vor Ort bestätigen.



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Dwalinn 04. Mär 2017

Das war nichtmal ansatzweise das was @Hotohori damit sagen wollte..... und wenn du schon...

Hotohori 03. Mär 2017

Und Geld. ;) Aber das ist so typisch für die knausrigen Technik Fans, alles sofort haben...

Lagganmhouillin 03. Mär 2017

ein Schlagzeug? Igitt! (Ich hab schon Rondo Veneziano furchtbar gefunden...)


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