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VR-Brille Project Morpheus: Fast-Endkundenversion jetzt mit 120 Hz Bildrate

GDC 2015
Sony hat einen neuen Prototypen von Project Morpheus mit technischen Verbesserungen vorgestellt – und nebenbei ein interessantes Detail über die Playstation 4 verraten. Die Endkundenversion des Headsets soll 2016 erscheinen.
/ Peter Steinlechner
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Neue Version von Sonys VR-Brille Project Morpheus (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
Neue Version von Sonys VR-Brille Project Morpheus Bild: Golem.de/Peter Steinlechner

Der für die Playstation zuständige Sony-Manager Shuhei Yoshida hat auf der Game Developers Conference (GDC 2015) in San Francisco einen neuen Prototypen der VR-Brille Project Morpheus vorgestellt. Seinen Angaben zufolge soll eine nicht ganz baugleiche, aber sehr ähnliche Endkundenversion für die Playstation 4 in der ersten Hälfte 2016 in den Handel kommen.

Weitere Details zum Termin oder einen Preis hat der Manager noch nicht genannt. Yoshida gab sich bei der Präsentation spürbar begeistert von der Technik: "Mich erinnert das an den Schritt vom 2D-Sprit hin zu echtem 3D, damals bei der ersten Playstation."

Erster Prototyp von Sonys VR-Brille Morpheus ausprobiert
Erster Prototyp von Sonys VR-Brille Morpheus ausprobiert (01:55)

Der neue Prototyp bietet laut Yoshida vor allem Verbesserungen bei der Genauigkeit und beim Display. Das Gerät verwendet einen 5,7 Zoll großen OLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln – wobei Sony darauf hinweist, dass jeder dieser Pixel eigene RGB-Pixel hat. Die Bildrate liegt bei 120 Hz und damit höher als etwa bei Oculus Rift.

"120 Hz sind unserer Auffassung nach ideal für Virtual Reality. Übrigens ist die Playstation 4 nativ für diese Bildrate ausgelegt, was wir bislang aber nie öffentlich kommuniziert haben", sagte Yoshida. Entwickler können ihr Spiel von der PS4 wahlweise auch in 60 Hz berechnen und das Ergebnis dann per Reprojection in 120 Hz ausliefern lassen, so der Manager.

Die Latenz von Project Morpheus liegt nun bei etwas unter 18 Millisekunden – weniger als die Hälfte des ersten Prototypen. Nach Angeben von Yoshida hat Sony innerhalb der letzten Monate festgestellt, dass die Grenze zur Wahrnehmung bei rund 20 Millisekunden liegt. Der Blickwinkel beträgt rund 100 Grad.

Neun LEDs erfassen die Bewegungen

Die Bewegungen des Spielers werden über volle 360 Grad erfasst, was über neun in das Headset eingebaute LEDs funktioniert – sieben vorne, zwei an der Rückseite. Das Gerät ist deutlich leichter als der erste Prototyp und recht angenehm zu tragen. Das Display lässt sich ein oder zwei Handbreiten nach vorne verschieben, was für einen schnellen Blick etwa auf das Gamepad ausreicht und eine praktische Lösung darstellt.

Bei der Veranstaltung hat Sony vier neue VR-Demos gezeigt. Besonders schick ist eine mit dem Namen London Heist, bei der sich der Protagonist in einem düsteren Kneipenszenario mit fiesen Schlägern auseinandersetzten muss. Das Ganze ist grafisch beeindruckend und gibt einen schönen Eindruck davon, wie ein eher typisches Computerspiel mit der Brille aussehen und funktionieren könnte. Gesteuert wurde übrigens mit dem Move-Controller – um die Bartheke als Deckung zu verwenden, muss der Spieler tatsächlich in die Hocke gehen.

Außerdem gibt es eine überarbeitete Version des bereits bekannten Abstechers in die Tiefsee mit neuen Fischen, sowie zwei lustig gemachte Abstecher in Welten mit kleinen Robotern. Weitere Informationen zu seinem VR-Headset soll es laut Sony spätestens Anfang Juni 2015 auf der Spielemesse E3 in Los Angeles geben.


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