VPN: Wireguard-Spezialist Tailscale schafft 10GBit/s Durchsatz

Die von Tailscale genutzte Wireguard-Implementierung in Go hat einige Limitierungen, die die Entwickler seit Monaten versuchen zu überwinden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Wireguard-Maskottchen ist ein Drache.
Das Wireguard-Maskottchen ist ein Drache. (Bild: Oriental Image via Reuters Connect)

Die Entwickler des Start-ups Tailscale berichten in ihrem Blog von einem wichtigen Meilenstein: De VPN-Technik, die auf Wireguard basiert, erreicht nun mehr als 10 GBit/s Datendurchsatz auf einem Bare-Metal-Server. Das ist insbesondere mit Blick auf den Einsatz der Technik im Rechenzentrum von großer Bedeutung. Grundlage der Arbeiten sind Verbesserungen an der Go-Implementierung des Wireguard-Projekts, die Tailscale verwendet.

Das Team arbeitet bereits seit Längerem an Geschwindigkeitsverbesserungen in Wireguard-Go und hat diese in der Vergangenheit in das Open-Source-Projekt eingepflegt. Auch mit den nun umgesetzten weiteren Verbesserungen soll so verfahren werden, dass diese auch allen Wireguard-Nutzern zugutekommen kann. Den entstandenen Code, der mit Unterstützung von Wireguard-Hauptentwickler Jason Donenfeld entstanden ist, hat der verantwortliche Entwickler bereits zur Aufnahme eingereicht.

In einer ersten Optimierung setzte das Team darauf, nicht nur einzelne UDP-Pakete zu versenden und zu empfangen, sondern sogenannte Paket-Vektoren, also mehrere Pakete auf einmal. Die nun bereitgestellten Optimierungen bauen darauf auf und nutzen wiederum UDP-spezifische Verbesserungen des Linux-Kernel. Dabei handelt es sich um Generic Segmentation Offload (GSO) beim Versenden sowie um Generic Receive Offload beim Empfangen. Das Team hebt in seinem Blog hervor, dass es sich dabei um vergleichsweise junge Techniken im Linux-Kernel handele.

Auch diese zwei Techniken nutzen wiederum die Idee, UDP-Pakete nicht einzeln vom Netzwerkstack des Linux-Kernel verarbeiten zu lassen, sondern als zusammenhängende Gruppe. Optimiert hat das Team darüber hinaus die Berechnung sowie die Verwendung der Prüfsummen der Pakete, die nun ebenfalls dank Offloading nicht mehr direkt verarbeitet werden müssen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Magnetohydrodynamischer Antrieb
US-Militär lässt lautlosen U-Boot-Antrieb entwickeln

Bislang war magnetohydrodynamischer Antrieb der Fiktion vorbehalten. Dank Fortschritten in der Akku- und Fusionstechnik soll sich das ändern.

Magnetohydrodynamischer Antrieb: US-Militär lässt lautlosen U-Boot-Antrieb entwickeln
Artikel
  1. KI-Bildgenerator: Diese Kamera generiert, statt zu fotografieren
    KI-Bildgenerator
    Diese Kamera generiert, statt zu fotografieren

    Ein Bastler hat eine KI-Kamera ohne Objektiv gebaut. Paragraphica erzeugt Schnappschüsse mit einem Raspberry Pi und Stable Diffusion.

  2. Disney und Videostreaming: Über 100 Eigenproduktionen aus Abo von Disney+ entfernt
    Disney und Videostreaming
    Über 100 Eigenproduktionen aus Abo von Disney+ entfernt

    Eigentlich wollte Disney nur etwas mehr als 50 Eigenproduktionen aus Disney+ verschwinden lassen. Nun fehlen deutlich mehr Filme und Serien.

  3. Seekabel: Colt bietet eine europäische Verbindung in die USA
    Seekabel
    Colt bietet eine europäische Verbindung in die USA

    Colt bringt eine neue Seekabelverbindung von Europa in die USA, die stärker in europäischer Hand ist. Statt in New York landet man in New Jersey. Doch Google und Facebook sind dabei.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Roccat bis -50% • AVM Modems & Repeater bis -36% • MindStar: 13 Grafikkarten im Sale • Logitech G Pro Wireless Maus 89€ • The A500 Mini 74,99€ • Logitech G213 Prodigy Tastatur 49,90€ • Crucial P5 Plus (PS5-komp.) 1TB 71,99€, 2TB 133,99€ [Werbung]
    •  /