VPN: Telekom steigt aus dem Weltnetz Ngena aus

Die Telekom wollte mit dem Weltnetz Ngena entlegene Standorte von multinationalen Unternehmen schnell anbinden. Doch das hat sich nicht durchgesetzt, trotz Partnern wie der südkoreanischen SK Telekom, Century Link aus den USA und Reliance aus Indien.

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Telekom-Chef Tim Höttges stellt Weltnetz Ngena vor
Telekom-Chef Tim Höttges stellt Weltnetz Ngena vor (Bild: FischerAppelt)

Die Deutsche Telekom beendet ihre Beteiligung an dem Weltnetz Ngena und zieht sich als Gesellschafter aus dem dafür gegründeten Joint Venture zurück. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Gesellschafterkreise. Ein Telekom-Sprecher bestätigte der Wirtschaftswoche die Informationen über den Rückzug.

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Demnach verkauft die Telekom sämtliche Anteile an dem von ihr mitbegründeten Gemeinschaftsunternehmen. Käufer ist der US-Finanzinvestor Biscayne Americas Advisers, der bereits an Ngena beteiligt ist. Der für das Projekt verantwortliche T-Systems-Manager Patrick Molck-Ude verlässt das Unternehmen. Der Rückzug ist Teil der strategischen Neuausrichtung, mit der der neue T-Systems-Chef Adel al-Saleh die Großkundensparte der Telekom wieder profitabel machen will.

Ngena wurde im Februar 2016 auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Gründer waren die südkoreanische SK Telekom, Century Link aus den USA und der Reliance-Konzern aus Indien. Dazu kamen der niederländische Netzbetreiber Altice mit SFR und Portugal Telecom, die lateinamerikanische Neutrona, PCCW Global aus Hongkong sowie die Ausrüster Cisco, Comarch und Equinix.

Ngena künftig ohne Telekom

Geboten werden Dienste in den Bereichen VPN (Virtual Private Network), APM (Application Performance Management), WAN/LAN-Verwaltung und -Optimierung UCC (Unified Communication & Collaboration). T-Systems war der erste Allianzpartner, der ein Netzangebot - Smart SD-WAN powered by Ngena - anbot. Es konnte einfach oder redundant bezogen werden, über Internet, Ethernet oder eine Kombination. Es gab VPN, Firewalls oder die Führung von Netzverkehr nach Prioritätsklassen. So sollte auch die internationale Steuerung von Industrieanlagen möglich werden.

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Vor allem entlegene Standorte von multinationalen Unternehmen sollte Ngena schnell anbinden. Doch die Sharing-Idee setzte sich laut Wirtschaftswoche nicht durch. Die Großkunden der Telekom griffen stärker auf die konzerneigenen Produkte zurück als auf die der Ngena-Allianz. Deshalb konzentriert sich T-Systems jetzt - wie das Unternehmen offiziell erklärt - "vollständig auf eigene Lösungen".

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