VPN-Schwachstellen: PureVPN veröffentlicht Patch für seine Windows-Software

Der VPN-Anbieter PureVPN widerspricht jüngsten Berichten über Unsicherheiten in seinem Dienst. Ein Patch für seine Windows-Clientsoftware wurde dennoch eilig erarbeitet. Weitere sollen folgen.

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Der Anbieter PureVPN hat bereits Maßnahmen gegen Schwachstellen in seinem VPN-Dienst unternommen und einen ersten Patch veröffentlicht.
Der Anbieter PureVPN hat bereits Maßnahmen gegen Schwachstellen in seinem VPN-Dienst unternommen und einen ersten Patch veröffentlicht. (Bild: PureVPN)

Die Ergebnisse eines Berichts über Unsicherheiten bei der Nutzung von Virtual Private Networks (VPN) seien veraltet, schreibt der Anbieter PureVPN in einem Blogposting. Seine Kunden seien mit hundertprozentiger Sicherheit gegen die dort beschriebenen DNS-Angriffe geschützt. Auch die Lecks bei der Nutzung von IPv6 seien bei seinem Dienst längst nicht mehr möglich. PureVPN bestätigt aber, dass es die Schwachstellen gebe.

Trotz dieses Widerspruchs hat PureVPN eiligst ein Patch für seinen Windows-Client veröffentlicht und will einen weiteren für OS X nachreichen. Seine App für iOS sei von den Schwachstellen nicht betroffen. Bei der Android-App hingegen arbeite man noch an einer Lösung, heißt es bei PureVPN. Ein Update soll nachgereicht werden, wenn diese Lösung gefunden werde.

PureVPN nutzt jetzt eigene DNS-Server

Um die Angriffe über DNS zu vermeiden, habe das Unternehmen längst auf die Nutzung öffentlicher DNS-Server wie die von Google oder OpenDNS verzichtet. Inzwischen betreibe das Unternehmen seine eigenen DNS-Server und teile jedem Kunden dynamisch eine eigene Adresse zu. Damit wären solche Angriffe bei der Nutzung der Protokolle PPTP/L2TP/SSTP/IKEv2 nahezu unmöglich, was die Forscher von Universitäten in Rom und London in ihrer Studie bestätigten. Sie hatten beschrieben, wie Angreifer dem VPN-Client einen eigenen DNS-Server unterschieben können.

Um die in der Studie beschriebene Schwachstelle bei der gleichzeitigen Nutzung von IPv4 und IPv6 im Dual-Stack-Modus zu umgehen, verzichte PureVPN seit Ende 2014 nach und nach auf das modernere IPv6, heißt es weiter in dem Blogposting. Die von PureVPN bereitgestellten oder noch zu veröffentlichenden Patches adressieren aber genau dieses Problem. Wer unter Windows den Dienst von PureVPN manuell eingerichtet habe, solle dort IPv6 komplett abschalten.

Die kürzlich veröffentlichte Studie hatte 14 populäre VPN-Dienste auf die IPv6- und DNS-Schwachstellen hin untersucht und teils gravierende Mängel festgestellt. Die gefundenen Lecks erlauben nicht nur die Identifizierung der echten IP-Adresse eines Nutzers, sondern können auch genutzt werden, um den Datenverkehr mitzuschneiden.

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