• IT-Karriere:
  • Services:

VPN-Anbieter: Server von VikingVPN und Torguard gehackt

Neben NordVPN wurden offenbar bei zwei weiteren VPN-Anbietern Server gehackt. Das geht aus einem alten Thread bei 8chan hervor. Zum NordVPN-Hack sind nun weitere Details bekannt.

Artikel veröffentlicht am ,
Server gehackt: Mehrere VPN-Anbieter verloren offenbar die Kontrolle über ihre Server, private Schlüssel sind im Netz aufgetaucht.
Server gehackt: Mehrere VPN-Anbieter verloren offenbar die Kontrolle über ihre Server, private Schlüssel sind im Netz aufgetaucht. (Bild: Victorgrigas, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Anfang 2018 wurde eine ganze Reihe von Servern von VPN-Anbietern kompromittiert. Bereits gestern haben wir darüber berichtet, dass private Schlüssel des Anbieters NordVPN im Netz aufgetaucht sind, in selben Zuge wurden offenbar auch die Anbieter VikingVPN und Torguard gehackt. In allen Fällen wurden kryptographische Schlüssel veröffentlicht.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Berlin
  2. BIG direkt gesund, Dortmund

Nachvollziehbar ist das aus einem alten Thread im rechtsextremen Imageboard 8chan, der sich über Wayback Machine abrufen lässt. Dort verlinkte ein anonymer Diskussionsteilnehmer mehrere Logdateien von Konsolensitzungen bei den drei Anbietern. Bei Torguard und NordVPN finden sich in den Logs auch private kryptographische Schlüssel, die zu Webseitenzertifikaten passen. Obwohl die Informationen über die Hacks in einem öffentlichen Forum gepostet wurden, haben sie damals kaum Aufmerksamkeit erzeugt.

Zugriff bei NordVPN über Administrationsschnittstelle des Providers

NordVPN hat inzwischen mit einem Statement auf den Vorfall reagiert. Demnach erfolgte der Zugriff auf den Server über eine Administrationsschnittstelle des Providers.

Bei dem Provider handelt es sich um die finnische Firma Creanova. Aus einer Stellungnahme, die Creanova einem Bloomberg-Journalisten gab, handelte es sich bei der Administrationsschnittstelle entweder um HP iLO oder iDRAC von Dell. Solche Administrationsschnittstellen sind bei Servern üblich, sie sind aber meistens nicht direkt im Internet erreichbar.

NordVPN behauptet, dass man von dieser Schnittstelle nichts wusste. Creanova wiederum schiebt die Schuld auf NordVPN. Sicherheitsbewusste Kunden könnten demnach die Firma darum bitten, entsprechende Administrationsschnittstellen in private Netzwerke auszulagern.

NordVPN wusste seit mehreren Monaten von dem Vorfall

NordVPN hat nach eigenen Angaben bereits vor einigen Monaten von dem Vorfall erfahren, sich aber offenbar entschlossen, seine Kunden vorerst nicht zu informieren. "Wir haben diesen Exploit nicht sofort veröffentlicht, da wir sicherstellen wollten, dass nichts von unserer Infrastruktur für ähnliche Probleme anfällig ist", schreibt NordVPN. Auch Torguard hat ein Statement zu dem Vorfall veröffentlicht. Der Anbieter verweist darauf, dass die Schlüssel ihrer eigenen Zertifizierungsstelle von dem Vorfall nicht betroffen sind. Der private Schlüssel gehöre zu einem Webseitenzertifikat für einen Proxyserver. Dieser sei seit 2017 nicht mehr verwendet worden.

Von VikingVPN gibt es bisher kein öffentliches Statement. Eine Anfrage von Golem.de blieb bislang unbeantwortet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 13,99€
  2. 1,07€
  3. 2,99€

BetterCallHans 25. Okt 2019 / Themenstart

Zumindest hat NordVPN ein offizielles Statement gegeben, im Gegenteil von VikingVPN, die...

sodom1234 23. Okt 2019 / Themenstart

Es gab auf 8Chan auch jede Menge Boards/Foren die nicht politisch motiviert waren. Der...

Frostwind 22. Okt 2019 / Themenstart

Wenn der Hoster sagt, dass auf das out-of-band-Management zugegriffen wurde, ist das wohl...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Pro X - Hands on

Schon beim ersten Ausprobieren wird klar: Das Surface Pro X ist ein sehr gutes Beispiel für ARM-Geräte mit Windows 10. Viele Funktionen wirken durchdacht - die Preisvorstellung gehört nicht dazu.

Microsoft Surface Pro X - Hands on Video aufrufen
Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


    In eigener Sache: Aktiv werden für Golem.de
    In eigener Sache
    Aktiv werden für Golem.de

    Keine Werbung, kein unerwünschtes Tracking - kein Problem! Wer Golem.de-Inhalte pur nutzen möchte, hat neben dem Abo Golem pur jetzt eine weitere Möglichkeit, Golem.de zu unterstützen.

    1. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
    2. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen
    3. In eigener Sache Unser Kubernetes-Workshop kommt auf Touren

      •  /