Voyager-Mission: "Wir werden definitiv das 50. Jubiläum erreichen"
Vor etwa einem halben Jahrhundert war Jimmy Carter Präsident der Vereinigten Staaten und die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa schickte 1977 zwei Raumsonden ins All, die auf eine lange Reise gingen – länger, als sich die Mitarbeiter der Behörde erträumt hätten. Laut dem Verantwortlichen der Voyager-Missionen(öffnet im neuen Fenster) , Garry Hunt, sollte man auch nach dem Jahr 2027 Daten von Voyager 1 und 2 empfangen können.
Gegenüber dem englischsprachigen Nachrichtenmagazin The Register äußerte ein Vertreter der Nasa die Hoffnung, dass die Radioisotop-Thermoelektrischen Generatoren (RTGs) an Bord immer noch genug Strom liefern werden, um die Antenne und mindestens ein wissenschaftliches Instrument bis Anfang der 2030er Jahre am Laufen zu halten.
Über die Jahre nimmt die erzeugte Energie immer weiter ab. Deswegen mussten nach und nach Instrumente an Bord der beiden Raumsonden außer Dienst genommen werden. Das Plasma-Forschungsinstrument von Voyager 2 wurde kürzlich abgeschaltet , so dass nur noch vier Instrumente in Betrieb sind.
Probleme mit Voyager 1 und 2
Im Jahr 2023 wurde die Kommunikation mit der Sonde versehentlich unterbrochen , nachdem ihre Antenne versehentlich von der Erde weg ausgerichtet wurde .
Hinzu kamen Kommunikationsprobleme. Anfang dieses Jahres sendete Voyager 1 nur noch unverständliche Daten . Im September mussten die Triebwerke mit der wenigen vorhandenen Energie aufgewärmt werden . Zuletzt schaltete die Sonde auf einen anderen Funksender .
Das schwache S-Band-Signal von Voyager 1 konnte nur erkannt werden, weil das Deep Space Network (DSN) auf der Erde seit dem Start der Raumsonden aufgerüstet wurde, so Hunt. "Jetzt sehen wir, wie eine neue Generation kommt, um Voyager am Laufen zu halten, denn die Leute, die sie ursprünglich bauten, sind längst im Ruhestand."
Die unendliche Voyager-Saga
Tatsächlich verstarb der Projektwissenschaftler für die Voyager-Missionen, Ed Stone, im Juni 2024 im Alter von 88 Jahren. Im Dezember ist im JPL (Jet Propulsion Laboratory) der Nasa eine Gedenkfeier für Stone geplant. Währenddessen versucht das derzeitige Missionsteam, Voyager 1 wieder in den Normalbetrieb zu versetzen.
Das Team, das die Voyager-Sonde entworfen und gebaut hat, stattete die Sonden mit Sicherungskopien und Redundanzen aus, aber Hunt lacht: "Es ist schon ein bisschen überraschend ... Das verdammte Ding läuft und läuft und läuft!"
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