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Ein Modell der Raumsonde Voyager 1
Ein Modell der Raumsonde Voyager 1 (Bild: Nasa)

Voyager 1 funkt immer noch nach Hause

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All diese Messungen sendet Voyager 1 immer noch zuverlässig an die Erde. Die 34 Meter großen Parabolantennen des Deep Space Network auf der Erde empfangen das Signal von der fast 18,6 Milliarden Kilometer entfernten Sonde nach etwa 17 Stunden. Die Datenrate beträgt dabei meist nicht mehr als 0,016 Kbit/s. An Bord ist ein Magnetband, auf dem 69,63 Kilobyte Daten für den Versand über die 3,7 Meter große Antenne zwischengespeichert werden können.

Viele Daten kann die Sonde aber ohnehin nicht mehr an die Erde senden. Um Strom zu sparen, wurden nach und nach die vielen Instrumente und ihre Heizkörper abgeschaltet. Zuletzt 2010 das UVS, mit dem ultraviolette Strahlung gemessen wurde. Denn während die Sonde noch genügend Treibstoff für die nächsten 40 Jahre an Bord hat, wird die Stromversorgung aus den Radionukleidbatterien für das Versenden von Signalen zur Erde vermutlich schon 2025 nicht mehr reichen.

Keine Bildmotive mehr

Gegenwärtig werden neben dem Magnetfeld noch die Stärke von Radiowellen und der Wasserstoff gemessen. Außerdem beobachtet die Sonde, aus welcher Richtung Sonnenwind und kosmische Strahlung kommen und welche Zusammensetzung sie haben. Unter anderen wird dafür das Cosmic Ray System verwendet. Außerdem funktionieren das Plasma Wave System und das Low Energy Charged Particle Instrument, mit dem Energiefluktuationen von Ionen und Elektronen gemessen werden können.

Bilder wie die vom Jupiter und Saturn, die Voyager 1978 und 1980 aufgenommen hatte, liefert die Sonde längst nicht mehr, vor allem mangels Motiv. Das Schwesterschiff Voyager 2 düste noch an Uranus und Neptun vorbei.

Winzig blauer Punkt

Anfang 1990 machte Voyager 1 aus etwa 6,4 Milliarden Kilometern Entfernung noch eine letzte Fotoserie: das sogenannte Familienporträt, auf dem sechs Planeten des Sonnensystems zu sehen sind. Die Erde ist da schon winzig, der "blasse kleine Punkt", wie die Nasa kommentierte. Danach wurde das Imaging Science System endgültig stillgelegt.

An Bord hat Voyager 1 eine goldene Schallplatte. Auf ihr eingraviert ist die Position der Sonne im Verhältnis zu 14 nahe gelegenen Pulsaren sowie deren Frequenzen. Außerdem wird ein Wasserstoffatom dargestellt sowie eine ausführliche Anleitung samt Frequenzen, wie die andere Seite der Schallplatte abgespielt werden kann.

Goldene Schallplatte für Außerirdische

Dort sind Bilder der Erde gespeichert, die ähnlich wie Fernsehfrequenzen Zeile für Zeile abgetastet und angezeigt werden können. Zu sehen sind Bilder der Erde, des Sonnensystems, der DNA und der menschlichen Anatomie. Außerdem gibt es Fotos von Menschen, Tieren, Pflanzen und Landschaften. Die meisten Bilder sind sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß. Ein Farbspektrum zur Kalibrierung liegt ebenfalls bei.

Eine klassische Tonspur gibt es auch. Gegrüßt wird in 56 Sprachen, darunter Esperanto. Der Klang der Wellen ist dort ebenso verewigt wie der Walgesang. Und schließlich könnten Außerirdische irdische Musik hören, darunter Beethoven, Mozart, Stravinsky, aber auch Musik aus Indien oder China. Mit Chuck Berry und Blind Willie Johnson sind auch der Rock 'n' Roll und der Blues vertreten.

Nachdem Voyager 1 2025 endgültig auf sich allein gestellt ist, dauert es noch 40.000 Jahre, bis sich die Sonde wieder einem Stern nähert, allerdings in 1,6 Lichtjahren Entfernung. Ihr nächster Halt ist AC+ 79 3888, besser bekannt als Gliese 445 im Sternbild Giraffe.

 Voyager 1: Die Sonde am Rande des Sonnensystems

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David64Bit 16. Sep 2013

Dann sollte man aber auch Konsequent sein und den Sternen die Lichter auspusten...

Fenster 16. Sep 2013

Da draußen gibt kein Sonnenlicht mehr, welches zur Energiegewinnung verwendet werden...

Hotohori 16. Sep 2013

Gut, also wird Track 1 mit Sicherheit nen Krieg auslösen. ;D

freddypad 16. Sep 2013

Ich würde eher 10 Mal in direkter Folge im Lotto gewinnen, als dass die Sonden im...

JensM 16. Sep 2013

Das ist kein Fehler sondern missverständlich formuliert. Im genannten Wikipedialink...



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