Vorwurf des Wertpapierbetrugs: Twitter-Aktionär startet Sammelklage gegen Elon Musk

Elon Musk soll bereits im März 2022 mehr als fünf Prozent der Twitter-Aktien besessen haben, ohne dies öffentlich zu machen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Elon Musk droht eine Klage wegen Wertpapierbetrugs.
Elon Musk droht eine Klage wegen Wertpapierbetrugs. (Bild: Suzanne Cordeiro/AFP via Getty Images)

Tesla-Chef Elon Musk droht nach seinem Einstieg als Großinvestor bei Twitter rechtlicher Ärger. Ein Aktionär des Unternehmens startete wegen angeblichen Wertpapierbetrugs eine potenzielle Sammelklage gegen den Multimilliardär bei einem Gericht in New York. Das teilte die zuständige Anwaltskanzlei Block & Leviton LLP mit.

Der Kläger beschuldigt Musk, sein Twitter-Investment nicht innerhalb der gesetzlichen Meldefrist öffentlich gemacht zu haben. Dadurch seien eine Börsenreaktion hinausgezögert und der Aktienkurs künstlich niedrig gehalten worden, während Musk seinen Anteil weiter erhöht habe. Eine Stellungnahme Musks zu der Klage lag zunächst nicht vor.

Eigentlich gelten strikte Vorschriften, wenn Beteiligungen an US-Firmen den Schwellenwert von fünf Prozent übersteigen. Musk wurde kürzlich der größte Twitter-Aktionär. Er machte am 4. April 2022 in einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC bekannt, einen Anteil von gut neun Prozent an Twitter zu halten. Als Reaktion auf diese Mitteilung stieg der Aktienkurs für Twitter kräftig.

Musk besaß bereits vorher über fünf Prozent Twitter-Aktien

Doch der Klage zufolge lag Musks Beteiligung an Twitter bereits Mitte März 2022 bei mehr als fünf Prozent - ohne dass er dies fristgemäß innerhalb von zehn Tagen mitgeteilt hatte. Dadurch habe Musk bis zur Mitteilung am 4. April 2022 weiter günstig Twitter-Aktien zukaufen können. Anleger, die in diesem Zeitraum verkauften, seien benachteiligt worden, lautet der Vorwurf des Klägers.

Die zuständige Anwaltskanzlei ruft alle Anleger auf, sich an der Sammelklage zu beteiligen, wenn sie zwischen dem 24. März 2022 und dem 1. April 2022 Twitter-Aktien verkauften. Dafür haben Twitter-Aktionäre bis zum 13. Juni 2022 Zeit.

Musk wollte eigentlich am 9. April 2022 auch in den Verwaltungsrat Twitters einziehen. Dieser Schritt wurde kurzfristig von Twitter-Chef Parag Agrawal abgesagt. Der Grund: Musk teilte an diesem Morgen selbst mit, diesen Schritt doch nicht gehen zu wollen.

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