Vorwürfe verjährt: Musk verliert Klage gegen Altman und OpenAI
Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk ist mit seiner Klage gegen das KI-Unternehmen OpenAI gescheitert. US-Medienberichten zufolge fällten die Geschworenen nach zweistündiger Beratung ein einstimmiges Urteil und wiesen die Klage wegen Verjährung zurück. Mit dem Prozess wollte Musk erreichen, dass OpenAI wieder in eine gemeinnützige Organisation überführt und damit als Konkurrenz zu seinem eigenen KI-Unternehmen xAI ausgeschaltet würde.
Einem Bericht von The Verge zufolge(öffnet im neuen Fenster) kamen die Geschworenen zu dem Schluss, dass zwei der drei Klagepunkte bereits verjährt seien. Dadurch seien auch Ansprüche auf Restitution erloschen.
Dreiwöchiger Prozess
Der Prozess hatte am 27. April 2026 vor einem Gericht im kalifornischen Oakland begonnen. In den vergangenen Wochen kamen sowohl Musk als auch die Chefs von OpenAI, Sam Altman und Greg Brockman, ausführlich zu Wort. Musk bezeichnete sich in dem Prozess als gutgläubigen "Narren", der von Altman und dessen Vertrauten getäuscht worden sei. "Ich gab ihnen 38 Millionen Dollar quasi geschenkt, mit denen sie ein 800 Milliarden Dollar schweres, gewinnorientiertes Unternehmen gründeten".
Den Geschworenen kam in dem Verfahren zwar lediglich eine beratende Rolle zu. Die zuständige US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers hatte laut The Verge jedoch schon angekündigt, deren Votum zu folgen.
Auch Vorwürfe gegen Microsoft verjährt
Konkret kamen die Geschworenen demnach zu dem Schluss, dass Musks Klage wegen Verletzung der treuhänderischen Pflichten einer gemeinnützigen Einrichtung verjährt sei. Damit sei auch der Vorwurf hinfällig, Microsoft habe eine solche Pflichtverletzung durch Beihilfe unterstützt.
Das Gericht sollte in dem Verfahren klären, ob Musk von OpenAI unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu gebracht wurde, das Start-up zu unterstützen. Seiner Ansicht nach entfernte sich OpenAI durch die Zusammenarbeit mit Microsoft von dem ursprünglichen Ziel, eine Allgemeine Künstliche Intelligenz (engl. AGI) zum Wohle der Menschheit zu entwickeln.
Musk unterstützte jedoch selbst im Jahr 2017 entsprechende Kommerzialisierungspläne und beanspruchte dazu die volle Kontrolle über OpenAI. Zudem schlug er die Fusion von OpenAI mit Tesla vor, um genügend finanzielle Mittel für die Konkurrenz mit Google bereitstellen zu können. Weil Altman und Brockman das ablehnten, kam es zum Bruch und Musk stoppte die Zahlungen an das Start-up.
Ob Altman und Brockman damals gegen entsprechende Vorgaben verstoßen haben, bleibt somit juristisch offen.
Nachtrag vom 18. Mai 2026, 23:58 Uhr
Musk kündigte umgehend auf X an(öffnet im neuen Fenster), Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen. Denn das Gericht habe nicht über den eigentlichen Fall entschieden. "Für jeden, der den Fall im Detail verfolgt hat, steht außer Frage, dass Altman und Brockman sich tatsächlich durch den Diebstahl einer Wohltätigkeitsorganisation bereichert haben", schrieb Musk weiter. Die einzige Frage sei, wann sie dies getan hätten. Er lege Berufung ein, "da die Schaffung eines Präzedenzfalls für die Plünderung von Wohltätigkeitsorganisationen unglaublich schädlich für das gemeinnützige Spendenwesen in Amerika ist". OpenAI sei gegründet worden, "um der gesamten Menschheit zu dienen".
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