Vorwürfe: Angeblich Verstöße gegen Aufenthaltsrecht bei Huawei

Laut einem Bericht haben Beschäftigte sich über Huawei Deutschland beschwert. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

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Huawei-Führungskräfte in Düsseldorf im Jahr 2016, der ehemalige Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel(3. v. l)
Huawei-Führungskräfte in Düsseldorf im Jahr 2016, der ehemalige Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel(3. v. l) (Bild: Chinesisches Generalkonsult)

Ehemalige Beschäftigte des chinesischen Telekommunikationsausrüsters Huawei erheben Vorwürfe gegen das Unternehmen. In den vergangenen Jahren soll der Konzern immer wieder Beschäftigte vorwiegend aus China für Wochen oder Monate für Projekte an seine deutschen Standorte geholt haben, ohne dass diese Arbeitsvisa besessen hätten. Mehr als ein Dutzend ehemalige Mitarbeiter von Huawei Deutschland berichteten Welt am Sonntag übereinstimmend von diesem Vorgehen des Konzerns - darunter auch zwei, die angaben, selbst mit Touristenvisa die deutschen Netze mit aufgebaut zu haben.

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Demnach arbeiteten am Hauptsitz Düsseldorf seit Mitte 2017 Beschäftigte des Konzerns aus China, Indien oder anderen Ländern, die keine Arbeitserlaubnis besaßen, in einer angemieteten Büroetage in der Nähe des Haupthauses. Sie wirkten in diesem Besucherbereich an deutschen Projekten mit. Die ehemaligen Mitarbeiter, die mit Welt am Sonntag sprachen, versicherten ihre Aussagen zum Teil schriftlich.

Beschwerden gegen Huawei wegen Überstunden

Huawei wurde den Recherchen von Welt am Sonntag zufolge zudem mehrmals wegen überlanger Arbeitszeiten vor allem der chinesischen Beschäftigten in Deutschland bei Aufsichtsbehörden für Arbeitsrecht auffällig. Die zuständigen Behörden an den Standorten Düsseldorf und München bestätigten der Welt auf Anfrage, dass dort Beschwerden eingegangen seien.

Huawei weist die Vorwürfe zurück. In einer Erklärung des Konzerns, die Golem.de vorliegt, heißt es, Wohnungen für Mitarbeiter würden von diesen selbst gesucht und gemietet, Expats würden bei Bedarf durch die Personalabteilung dabei unterstützt. Mit Expatriates sind Fach- oder Führungskräfte gemeint, die in dem international tätigen Konzern in Auslandsentsendungen vorübergehend an eine Zweigstelle geschickt werden. Nach Kenntnissen von Golem.de sind dies meist chinesische Mitarbeiter mit Eigentumsanteilen an dem Konzern, die ein sehr hohes Einkommen haben.

"Für Expats hat Huawei weltweit ein Visa Compliance System aufgebaut, in dem jeder Mitarbeiter, der ein Visum für ein ausländisches Land beantragt, zunächst Schulungen und Prüfungen hinsichtlich der Visabestimmungen des jeweiligen Ziellandes absolviert, bevor ein Visum beantragt werden kann. Die Einhaltung von Visa-Bestimmungen wird nach einer Einreise regelmäßig überprüft", erklärte ein Huawei-Sprecher.

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bplhkp 28. Okt 2020

Es mag ja sein, dass der Springer-Verlag einseitig berichtet - aber bewusste Lügen werden...

berritorre 27. Okt 2020

Hier noch was zum Thema Einreise in die USA: https://www.hannover.ihk.de/fileadmin/data...

Potrimpo 27. Okt 2020

Du meinst das Verfahren, welches 2013 eingestellt wurde mangels Verschulden von Huawei...

isaccdr 26. Okt 2020

wegen illegalen Grenzübertrittes, ist das hier eigentlich nicht mal eine Meldung oder gar...

Inori-Senpai 26. Okt 2020

Es waren Chinesen und Inder.


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