Vortex: MSIs Mini-PC für Spiele ist schön und teuer

MSI hat seine Desktop-Serie Vortex vorgestellt: In nur 6,5 Litern Gehäusevolumen stecken eine Skylake-CPU, zwei Nvidia-GPUs, ein SSD-Raid und auch das Netzteil. Ein Lüfter kühlt das Ganze - was einen schicken, aber teuren Gaming-PC ergibt.

Artikel veröffentlicht am ,
MSIs Vortex
MSIs Vortex (Bild: Nico Ernst)

Die Bezeichnung Mac Pro für Gaming mag MSI vielleicht nicht gerne hören, aber unübersehbar ist der Mini-PC namens Vortex von Apples Workstation inspiriert: Ein Radiallüfter kühlt zusammen mit dem Kamineffekt ein rundes Gehäuse, bei dem mehrere GPUs mit hochkant angebrachten Kühlkörpern versehen sind.

Stellenmarkt
  1. Referent (m/w/d) für den Bereich Infomationstechnologie
    Katholisches Datenschutzzentrum, Dortmund
  2. Experte / Inhouse Consultant Cyber Security Product Governance (m/w/d)
    DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
Detailsuche

Im Falle des Vortex sind das je zwei GTX 960 oder GTX 980 von Nvidia mit je 4 oder 8 GByte GDDR5-Speicher. Es handelt sich um die Desktop-Varianten der GPUs, also im Falle der 980 mit allen 2.048 Rechenwerken, nicht um die Notebookversionen der Chips. Sie sitzen aber auf den aus Notebooks bekannten MXM-Modulen, um die kompakte Bauform von nur 19,2 cm Durchmesser bei 27,8 cm Höhe zu erreichen.

Ob es später neue Module zum Aufrüsten geben werde, konnte MSI auf der Cebit noch nicht sagen. Wahrscheinlich ist das aber, da das Unternehmen entsprechende Upgrades auf Basis von MXM bereits für manche Gaming-Notebooks anbietet. Anders als bei vielen Mini-PCs hat MSI das 450-Watt-Netzteil im Gehäuse untergebracht.

Kreisrund ist das Gehäuse des Vortex nicht, sondern dreieckig. Oben sitzt ein Radiallüfter, der alleine die gesamte Hardware kühlt. Er saugt Luft von unten an. Wie laut er werden kann, war beim einzigen Ausstellungsstück im Messetrubel nicht zu beurteilen. Ebenso blieb ein Blick in das Gehäuse des Unikats verwehrt.

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    21.–25. Februar 2022, Virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03.–04. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Mainboard arbeitet mit Intels Z170-Chipsatz und stellt auch vier Slots für vier SO-DIMMs mit DDR4-2133-DRAM zur Verfügung. Als Massenspeicher dienen zwei M.2-SSDs mit je 128 GByte, die per NVME und über vier PCIe-Lanes angesteuert werden, sowie eine 1-TByte-Festplatte. Die SSDs erreichen im vorkonfigurierten Raid-0 laut MSI einen Durchsatz von bis zu 3,3 GByte pro Sekunde.

Als Prozessor dient in allen Konfigurationen Intels schnellster Desktop-Skylake, der Core i7-6700K mit 4,0 bis 4,2 GHz. Wie gut sich die CPU übertakten lässt, ist ebenso wie bei den GPUs noch nicht abzusehen, das 450-Watt-Netzteil könnte hier den Flaschenhals darstellen.

  • Das Kühlkonzept des Vortex (Foto: Nico Ernst)
  • Der Standfuß dient einzig der Präsentation (Foto: Nico Ernst)
  • MSIs Vortex (Foto: Nico Ernst)
  • Die Anschlüsse des Vortex (Foto: Nico Ernst)
MSIs Vortex (Foto: Nico Ernst)

Bei den Schnittstellen sind zwei Gigabit-LANs mit Killer-Chips geboten, ebenso zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse, die auch USB 3.1 beherrschen. Diese Ports dienen auch für die Verbindung mit Monitoren per Displayport-Kabel, zusätzlich sind zwei weitere Displayports in Version 1.2 und zwei HDMI-2.0-Buchsen vorhanden. Damit können insgesamt sechs Displays gleichzeitig betrieben werden. Vier davon können auch in 4K-Auflösung über die Thunderbolt- und HDMI-Pots angesteuert werden.

In Europa will MSI zwei Konfigurationen des Vortex anbieten, beide sind mit dem 6700K und den M.2-SSDs ausgestattet. Einzig RAM und GPUs unterscheiden sich: Für 2.600 Euro sind 16 GByte und zwei GTX 960 geboten, für 4.000 Euro gibt es 32 GByte und zwei GTX 980. Das ist zweifellos teurer als die Summe der Desktop-Komponenten - die lassen sich aber bisher nicht in ein nur vier Kilo schweres Gehäuse mit nur 6,5 Litern Volumen quetschen. Die Auslieferung soll in zwei Wochen beginnen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Ach 17. Mär 2016

Vor einem Punkt muss man bei Lian Li den Hut ziehen. Die haben sich wirklich zu der...

FaLLoC 16. Mär 2016

... Das mit dem einen Strom gabs schon. Nannte sich BTX. Wollte keiner, wurde wieder...

Ach 15. Mär 2016

Das Prinzip ist sogar regelrecht faszinierend, auch wenn es natürlich nicht von MSI...

plutoniumsulfat 15. Mär 2016

Selbst wenn noch Festplatten dazukommen, die verbrauchen doch fast nichts. Ebenso PCI...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. IBM E10180-Server: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM E10180-Server
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  2. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  3. Geforce RTX 3000 (Ampere): Nvidia macht Founder's Editions teurer
    Geforce RTX 3000 (Ampere)
    Nvidia macht Founder's Editions teurer

    Die Preise der FE-Ampere-Grafikkarten steigen um bis zu 100 Euro, laut Nvidia handelt es sich schlicht um eine Inflationsbereinigung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /