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Vorstand: Deutsche Telekom arbeitet an vielen Glasfaser-Kooperationen

Der neue Vorstand für Breitbandkooperation der Telekom hat viel zu tun. Johannes Pruchnow kann aber noch keine neuen Verträge vorweisen.

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Johannes Pruchnow
Johannes Pruchnow (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom verhandelt verschiedene Kooperationen für Glasfaser in Deutschland. Das sagte Johannes Pruchnow, Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperation des Konzerns, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Zu konkreten Vereinbarungen könne er sich erst äußern, wenn die Verträge geschlossen seien. Es gebe aber "eine Reihe von konkreten Projekten". Pruchnow war zuvor Chef von 1&1 Versatel.

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"Wir sind ganz offen, mit allen möglichen Anbietern zu kooperieren, von kleinen Stadtnetzbetreibern bis zu den großen Wettbewerbern. Und auch bei der Form der Zusammenarbeit sind wir offen: Wir können uns vorstellen, Infrastruktur anzumieten, fertige Vorleistungsprodukte zu buchen oder auch Joint Ventures zu gründen." Pruchnow war auch Chef der Telefónica Deutschland und Vizepräsident des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) sowie im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten).

Angebot liegt vor

Die Telefónica Deutschland hatte sich im November 2016 für einen Glasfaserausbau ausgesprochen. Der Konzern schlug eine "unabhängige, kooperative Fibreco als effektives Modell vor, um ein bundesweites Gigabit-Netz bis 2030 zu realisieren und möglichst schnell eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen".

Ende September 2015 gab es in Europa 17,9 Million FTTH/B-Kunden, wie der FTTH Council im Februar 2016 bekanntgegeben hatte. Deutschland war in dem Ranking erstmals vertreten, als vorletzter und damit auf Rang 28. Etwa 2,7 Millionen Haushalte waren in Deutschland Ende des Jahres 2016 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller (FTTB/FTTH) angeschlossen - ein Viertel mehr als im Vorjahr, wie der VATM im Oktober 2016 erklärte.

Doch neun von zehn Haushalten, die Ende 2016 einen FTTB/H-Anschluss nutzten, bezogen diesen nicht von der Telekom, sondern von einem alternativen Netzbetreiber. Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, stieg laut der TK-Marktstudie des VATM im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf 791.000.

Die Telekom weist pauschal VDSL (FTTC - Fiber To The Curb), Vectoring (FTTC) und FTTH (Fiber To The Home) zusammen als Glasfaseranschlüsse aus.



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