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Vorschau: Wichtige Raumfahrtmissionen für das Jahr 2026

Golem hat einige der Raumfahrtereignisse für 2026 zusammengestellt. Es geht zum Mars, in die erdnahe Umlaufbahn, und der Blick wird ins tiefe Weltall gerichtet.
/ Patrick Klapetz
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KI-generiertes Bild eines Astronauten auf einem anderen Himmelskörper (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
KI-generiertes Bild eines Astronauten auf einem anderen Himmelskörper (Symbolbild) Bild: Pixabay

Das größte Ereignis in der Raumfahrt wird 2026 die astronautische Mondmission Artemis II sein. Doch neben ein paar Mondmissionen gibt es einige andere Projekte, die über unseren Planeten hinausführen.

Dazu gehört die möglicherweise erste kommerzielle Raumstation in der niedrigen Erdumlaufbahn. Das US-Unternehmen Vast möchte Haven-1 mithilfe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX im Orbit platzieren. Die Betriebszeit für den Prototyp ist auf drei Jahre ausgelegt. Während dieser Zeit sollen mehrere astronautische Missionen auf Haven-1 durchgeführt werden.

Die Internationale Raumstation ISS soll ab 2030 ausrangiert werden. Dann wird sich nur noch die chinesische Tiangong-Station im Orbit befinden, wobei auch Indien und Russland ihre eigenen staatlichen Raumstationen in den kommenden Jahren in der Erdumlaufbahn platzieren wollen.

Das Raumschiff-Revival für 2026

Im vierten Quartal 2026 soll der wiederverwendbare Raumgleiter Tenacity der Dream-Chaser-Serie zu seinem Jungfernflug aufbrechen. Ursprünglich sollte er an die ISS andocken. Doch das US-Unternehmen Sierra Space und die US-Raumfahrtbehörde Nasa entschieden sich für die erste Mission dagegen.

Die Probleme des Starliner-Raumschiffs von Boeing könnten für die Nasa ein Grund gewesen sein. Im April 2026 könnte eine überholte Starliner-Version ins All aufbrechen – diesmal ohne Besatzung. Ebenfalls ohne Besatzung soll das neue wiederverwertbare chinesische Mengzhou-Raumschiff starten und erstmals Tiangong ansteuern. Dieses soll die derzeitigen Shenzhou-Raumschiffe ablösen. Bei der bevorstehenden Shenzhou-22-Mission soll eines der Besatzungsmitglieder sogar ein Jahr im All verbringen.

Indien möchte ebenfalls sein astronautisches Gaganyaan-Programm voranbringen. Frühestens 2027 sollen die ersten indischen Astronauten mit einer indischen Raumkapsel und Rakete in die Erdumlaufbahn befördert werden. 2026 sollen dafür zwei robotische und somit unbemannte Testflüge starten.

Drei Missionen in unserem Sonnensystem

Auch der Sonnenwind soll mit zwei Missionen untersucht werden. Die Nasa wird die sechs Kleinsatelliten der Sunrise-Mission (Sun Radio Interferometer Space Experiment(öffnet im neuen Fenster)) starten, um die hochenergetischen Sonnenpartikel zu überwachen. Denn diese können für Flugzeuge, Raumfahrzeuge und Astronauten gefährlich sein.

Die Smile-Mission (Solar Wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer) ist ein Gemeinschaftsprojekt der europäischen Raumfahrtbehörde Esa und der chinesischen Akademie der Wissenschaft (CAS). Sie soll zwischen April und Mai starten und die Wechselwirkung des Sonnenwindes mit der Magnetosphäre der Erde analysieren. Das könnte dabei helfen, bestimmte Weltraumwetterphänomene wie Polarlichter besser zu verstehen.

Im August 2026 geht es mit dem MMX-Orbiter (Martian Moons Exploration) zu den beiden Monden des Mars: Phobos und Deimos. Das Projekt wird von den Raumfahrtagenturen Japans (Jaxa), Deutschlands (DLR) und Frankreichs (CNES) durchgeführt. Auf Phobos soll das Raumfahrzeug sogar eine Gesteins- und Staubprobe einsammeln, die im Juni 2031 die Erde erreichen soll.

Start zweier neuer Weltraumteleskope

Im Herbst 2026 möchte die Nasa ihr neues Roman-Weltraumteleskop (Nancy Grace Roman Space Telescope) starten. Dessen Infrarotsichtfeld soll jenes von Hubble um das 100-Fache übersteigen. Roman wird Sternenlicht blockieren, um Exoplaneten und planetenbildende Scheiben zu erkennen. Zudem soll das Teleskop neue Daten zur dunklen Energie liefern, indem es in kosmische Hohlräume blickt – die Regionen im All, in denen es dunkel ist und wo man kein Sternenlicht erkennt.

Im Dezember startet die Esa dann das Plato-Weltraumteleskop (Planetary Transits and Oscillations of Stars). In einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern zur Erde soll Plato nach erdähnlichen Exoplaneten suchen. Das Teleskop wird sich dabei auf die bewohnbare (habitable) Zone um gelbe Zwergsterne, Subriesensterne(öffnet im neuen Fenster) und rote Zwergsterne konzentrieren.


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