Metro 2039: Plattformen und Verfügbarkeit
Optisch sieht das ausgesprochen stark aus und wirkt gleichzeitig herrlich trostlos. Während der Geigerzähler immer hektischer tickt, suchen wir nach einem Banditenlager und werden von riesigen mutierten Kreaturen angegriffen.
Dabei geht uns zeitweise sogar die Munition aus. Zum Glück haben wir mehrere Waffen und alternative Geschosse dabei. Das passt zum erweiterten Waffensystem: Jede Waffenklasse besitzt nun besondere Sekundärmunition, außerdem lassen sich Ausrüstung und Schießprügel mit gefundenen Bauplänen weiterentwickeln. Neue Werkzeuge wie Schneidbrenner und Sprengladungen öffnen zusätzliche Wege oder Verstecke.
Besonders interessant ist eine neue UV-Lampe. In einem dunklen Schacht macht sie versteckte Gegner sichtbar. Zombieartige Mutanten verfolgen uns dort durch die Finsternis, bleiben aber zurück, sobald wir eine Treppe ins Sonnenlicht hinauflaufen.
In einer anderen Szene wird eines der Wesen von einem Schwarm Fledermäuse attackiert. Solche kleinen, nicht offensichtlich geskriptet wirkenden Momente tragen viel zur Atmosphäre bei.
Später erreichen wir eine Militärbasis. Rote Laserstrahlen eines Fahrzeugs tasten die Umgebung ab und nehmen Mutanten unter Feuer – in diesem Fall durchaus zu unserem Vorteil. Unser Versuch, durch einen versteckten Zugang hineinzukommen, endet allerdings schnell in einer Schießerei.
Mit einem Scharfschützengewehr arbeiten wir uns langsam vor. Gegner feuern aus dem Stockwerk über uns durch teilweise zerstörte Böden und beschimpfen uns dabei ziemlich ausdauernd. Das ist gleichzeitig bedrohlich und stellenweise erstaunlich unterhaltsam. Im Keller warten schließlich sieben oder acht Gegner gleichzeitig, bevor es wieder durch echte U-Bahn-Schächte und zwischen abgestellten Zügen hindurchgeht.
Wuchtige Waffen
Die Kämpfe wirken weiterhin schwer und vergleichsweise kompromisslos. 4A Games will das wuchtige Waffenverhalten der Vorgänger beibehalten, die Schusswaffen aber befriedigender machen. Mutanten treten zudem häufiger in Gruppen beziehungsweise Familien auf und sollen dadurch stärker aufeinander abgestimmt kämpfen.
Nach den ersten Stunden macht Metro 2039 vor allem deshalb einen klasse Eindruck, weil es wie eine Rückkehr zu den Stärken der Reihe wirkt. Die engen, unangenehmen Tunnel sind wieder da, ebenso Gasmaske, Geigerzähler und improvisierte Waffen. Gleichzeitig bietet die Oberfläche genug Platz zum Erkunden und sieht teilweise spektakulär aus.
Ob die Mischung über die gesamte Kampagne trägt und insbesondere die Geschichte überzeugt, können wir nach dem bewusst spoilerarm gehaltenen Ausschnitt noch nicht beurteilen. Der erste Ausflug ins Moskau des Jahres 2039 hat uns aber ausgesprochen gut gefallen.
Gerade wenn Wasser durch einen dunklen Metroschacht rauscht, irgendwo ein Mutant schreit und gleichzeitig der Filter der Gasmaske knapp wird, braucht es keinen Schriftzug auf dem Bildschirm: Das ist wieder Metro.
Metro 2039 soll für Windows-PC (Steam, Epic Games Store, Microsoft Store), Xbox Series X/S und Playstation 5 im Februar 2027 erscheinen. Einen genauen Veröffentlichungstermin haben die Entwickler bislang nicht genannt.
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