Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Vorschau: Albion zeigt das raue Herz von Anno 117

Wir haben Anno 117 gespielt: Latium glänzt im Wohlstand, Albion fordert mit Regen, Schlick und Widerstand – und zeigt, wie lebendig sich das neue Anno anfühlt.
/ Peter Steinlechner
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork von Anno 117 (Albion) (Bild: Ubisoft)
Artwork von Anno 117 (Albion) Bild: Ubisoft

Marcia Tertia hat sich ihr neues Leben nicht ausgesucht. Die Tochter eines römischen Würdenträgers soll auf Wunsch des Kaisers den älteren Statthalter Titanius heiraten, um zwei Familien zu verbinden – und findet sich stattdessen allein in einem halb verlassenen Landhaus wieder.

Der Bräutigam ist krank und die Hochzeit findet ohne ihn statt, dann soll die junge Frau die Ländereien ihres Mannes verwalten. So beginnt die Kampagne von Anno 117: Pax Romana, die zugleich Einführung und Geschichte ist.

Schritt für Schritt erklärt der treue Berater Ben-Baalion, wie wir als Marcia Tertia Kontor, Holzfäller und Sägewerk errichten, Liberti ansiedeln und mit Sardinen und Haferbrei die ersten Arbeiter ernähren. Schon nach kurzer Zeit wirkt die neue Welt vertraut – und doch steckt sie voller kleiner Überraschungen.

In Latium erleben wir das klassische Anno-Gefühl in römischem Gewand. Fischerei, Felder, Markt und Taverne greifen ineinander, die typischen Produktionsketten laufen bald im gewohnten Rhythmus. Wenn wir Mode herstellen, wächst die Bevölkerung, dann folgen Brot, Garum und öffentliche Gebäude wie Schule, Kirche oder Feuerwehr.

Die Stadt wirkt lebendig: Menschen schlendern über Plätze, Tavernen öffnen bei Nacht, und zwischen Säulen und Mosaiken spürt man den Glanz des Imperiums. Anno 117 sieht dabei wunderschön aus, bleibt aber angenehm übersichtlich – mit klaren Menüs, nachvollziehbaren Kreisläufen und einem Tempo, das Zeit zum Planen lässt.

Abstecher nach Albion

Im Endlosspiel haben wir anschließend Albion ausprobiert. Die fiktive Region im heutigen Großbritannien ist eine raue, neblige Provinz. Schon beim Anlegen mit unserem Schiff schlägt uns Regen ins Gesicht, die Küsten sind felsig, und die Bewohner stammen aus keltischen Stämmen, die nur ungern römische Regeln akzeptieren.

Die ersten Siedler leben von Herzmuscheln und Aalen, gesammelt an der Küste oder im sumpfigen Hinterland. Wir müssen Wege verlängern, Lagerhäuser dichter setzen und unsere Produktionen enger verzahnen, um die Versorgung am Laufen zu halten.

Schnell steht die Frage im Raum: Wollen wir römische Ordnung durchsetzen oder uns den Einheimischen anpassen? Diese Entscheidung prägt das Verhältnis zu Nachbarn und bestimmt, ob sie handeln oder zu den Waffen greifen.

Albion spielt sich anders als Latium. Die Landschaft wirkt fast wie ein Puzzle aus kleinen Inseln, Wegen und Stegen, in dem jede freie Fläche zählt. Das bekannte Anno-Prinzip bleibt allerdings bestehen: Märkte, Tavernen oder Sängerstuben steigern Zufriedenheit und Einkommen in ihrer Umgebung, während Werkstätten voneinander profitieren, wenn sie nah beieinander liegen.

Zusammen mit den wählbaren Gottheiten – etwa Ceres für bessere Ernten oder Neptun für Fischfang – entsteht ein dichtes Netz kleiner, nachvollziehbarer Entscheidungen, die das Spielgefühl prägen.

Anno 117: Plattformen und Termin

Grafisch und technisch überzeugt die Vorschauversion. Die Städte sind detailreich, von schimmernden Dächern über rauchende Werkstätten bis zu Tavernen mit Freischankflächen. Alles läuft flüssig, und die Bedienung wirkt durchdacht.

Nach einigen Stunden in beiden Regionen haben wir den Eindruck, dass Anno 117 eine rundum gelungene Weiterentwicklung wird: vertraut genug für erfahrene Spieler, frisch genug für Neulinge.

Anno 117 – Pax Romana entsteht bei Ubisoft Mainz(öffnet im neuen Fenster) . Das fertige Spiel soll am 13. November 2025 für Windows-PC (Steam, Ubisoft Connect, Epic Games Store) sowie für Xbox Series X/S und Playstation 5 auf den Markt kommen.


Relevante Themen