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Vorschau 007: Geschüttelt und gerührt - endlich bin ich selbst am Abzug

Die ersten Einsätze in James Bond 007 – First Light überraschen mit Action, Spannung und packenden Kämpfen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von James Bond - 007 First Light (Bild: IO Interactive)
Artwork von James Bond - 007 First Light Bild: IO Interactive
Inhalt
  1. Vorschau 007: Geschüttelt und gerührt - endlich bin ich selbst am Abzug
  2. James Bond 007 – First Light: Plattformen und Termin

Es beginnt nicht mit einem Martini, sondern mit Feuer und Eis. Ein Helikopter hängt schwer über der isländischen Küste, der Wind peitscht gegen die Scheiben, und für einen kurzen Moment fühlt sich alles nach klassischem Bond an – kontrolliert und präzise.

Dann geht alles schief. Einschläge, Chaos und ein Absturz, der mir erst mal keine Chance auf Heldentum gibt.

Stattdessen wache ich im Wasser auf, halb bewusstlos, hämmere mich mit hektischen Eingaben zurück ins Leben und schleppe mich schließlich an einen dunklen Strand. Kein Anzug, keine Krawatte – dafür Kälte. Und irgendwo da draußen warten bereits Söldner mit Waffen.

Um die Lage aufzuklären: Ich habe mich nicht in Agentenmanier bei IO Interactive(öffnet im neuen Fenster) eingeschlichen, um endlich James Bond 007 – First Light auszuprobieren. Sondern ich darf das zusammen mit vielen anderen Redaktionen bei der ersten Anspielveranstaltung in London testen – ohne Wodka Martini auf dem Desktop.

In den ersten Minuten von 007 First Light ist Bond alles andere als ein Goldfinger, aber immerhin ein Typ mit No Time to Die. Ich liege auf dem nassen Strand, während Soldaten mit Taschenlampen und Maschinengewehren die Gegend absuchen.

Trotzdem muss ich mich in Richtung Missionsziel aufmachen. Jeder Schritt, jede Bewegung hinter den Felsen fühlt sich riskant an. Die Steuerung zwingt mich in die Deckung, lässt mich vorsichtig von Schatten zu Schatten wechseln. Es ist weniger ein Auftakt mit Knall, mehr ein langsames Herantasten.

Parka statt Smoking

Zunächst bleibt das Spiel linear. Ich folge klar gesetzten Pfaden, arbeite mich durch ein feindliches Lager, beobachte, höre Funksprüche. Inszenierung und Animationen wirken stimmig, immer wieder flackert dieses typische Bond-Gefühl auf – nur eben ohne Glamour.

Stattdessen: improvisierte Tarnung, ein Parka statt Smoking, ein fremdes Camp statt eines Casinos. Erst nach und nach öffnet sich das System dahinter. Die Q-Lens, eine Art erweitertes Analyse-Tool, zeigt mir Gegner, Wege und Interaktionsmöglichkeiten.

Doch anders als viele vergleichbare Mechaniken wirkt sie hier nicht wie ein Alleskönner. Sie gibt Hinweise, keine Lösungen. Ich sehe Möglichkeiten – entscheiden muss ich selbst. Genau darin liegt der Reiz: First Light will kein reines Shooter-Spiel sein, sondern ein Spionagekasten, in dem ich mit den richtigen Werkzeugen arbeite.

Dieser Ansatz entfaltet sich dann voll im zweiten spielbaren Einsatz auf Malta – im Grunde ist das eine erweiterte Ausbildungsmission mit viel Handlung. Wo mein Einsatz in Island noch ziemlich geführt war, bekomme ich hier Freiheiten: ein Training, das mich experimentieren lässt.


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