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Vorratsdatenspeicherung: Anonymous ruft zur Beschwerdelawine auf

Anonymous-Aktivisten wollen so viele Menschen wie möglich dazu bewegen, sich gegen die anstehende Vorratsdatenspeicherung in Deutschland zu wehren. Der Druck aus der europäischen Kommission dürfe keine Ausrede für Politiker sein, die Demokratie zu untergraben.

Artikel veröffentlicht am ,
Einer der Anonymous-Flyer der Operation Paperstorm VDS
Einer der Anonymous-Flyer der Operation Paperstorm VDS (Bild: Christian Klaß/Golem.de)

Deutsche Anonymous-Aktivisten rufen zum Widerstand gegen eine europäische Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung auf, zu deren Umsetzung Deutschland von der EU gedrängt wird. In einer Videonachricht auf Youtube heißt es: "Natürlich setzt die europäische Kommission unsere Regierung mit Sanktionen unter Druck, was aber keine Ausrede für unsere Politiker sein kann, die Demokratie zu untergraben."

 
Video: Anonymous ruft zum Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung auf

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Deswegen gelte es nun, mit der Operation Paperstorm VDS möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, dass sich Deutschland weiter gegen die Vorratsdatenspeicherung zur Wehr setzen muss. Anonymous: "Es geht die Regierung nichts an, mit wem man telefoniert oder E-Mails schreibt, mit einer Vorratsdatenspeicherung setzt die deutsche Regierung jeden Bürger unter Generalverdacht, ein Verbrecher oder Terrorist zu sein."

Dabei hätten Studien bereits bewiesen, "dass mit einer Vorratsdatenspeicherung nicht mehr Straftaten aufgeklärt worden sind, als ohne!" Durch die Vorratsdatenspeicherung beschneide die Regierung die Privatsphäre und könne sechs Monate lang Verbindungs- wie auch Telefondaten speichern.

Recht auf Privatsphäre

"Du hast das Recht auf Privatsphäre und Anonymität, wenn du dir dieses Recht nicht nehmen lassen möchtest, dann kläre mit uns alle Bürger über die Vorratsdatenspeicherung auf", heißt es in dem Aufruf.

  • Anonymous-Flyer gegen die Einführung der von der EU geforderten Vorratsdatenspeicherung in Deutschland (Bild: Christian Klaß/Golem.de)
Anonymous-Flyer gegen die Einführung der von der EU geforderten Vorratsdatenspeicherung in Deutschland (Bild: Christian Klaß/Golem.de)

Mit Flugblättern und Informationsmaterial sollen deshalb nun möglichst viele Menschen erreicht werden, um sie über die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung in Kenntnis zu setzen. Dabei geht es auch darum, Behörden und Politiker anzuschreiben sowie Petitionen gegen die Vorratsdatenspeicherung zu initiieren.

Die bisher existierenden Flyer (.Rar-Archiv) enthalten größtenteils nur Parolen wie "Anonymität ist kein Verbrechen - Du hast das Recht auf Privatsphäre und Anonymität". Wer Mitbürger, darunter Politiker, besser informieren will, muss sich noch seine eigenen Flugblätter erstellen. "Jeder darf sich frei fühlen, das Flyer-Angebot zu erweitern!", heißt es dazu seitens Anonymois News Germany.

Wann und wo es losgeht

Bisher gibt es zwei Termine, an denen möglichst viele Flyer verteilt werden sollten. Zudem wird dazu ermuntert "Pads und/oder Facebook-Events" für verschiedene Städte anzulegen. Für Magdeburg, Wernigerode und Dortmund gibt es bereits entsprechende Facebook-Event-Einträge.

Paperstorm 1 soll vom 6. bis 9. April 2012 rund um die Uhr stattfinden, Paperstorm 2 vom 13. bis 15. April 2012. Dazu heißt es bei Anonymous News Germany: "Bitte keine Autos, Brief- wie auch Postkästen bekleben, verhaltet euch friedlich und seid freundlich!"



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whiterussia1988 12. Jul 2013

Deswegen kann man nur jedem raten die Vorgehensweise der momentanen Regierung nicht zu...

kammajaega 02. Apr 2012

hi allz! es gibt eine hervorragende Seite zum informieren und mit Arbeitsmaterial: http...

/mecki78 02. Apr 2012

Prinzipiell stimme ich zwar Anonymous hier zu. Eine Aussage wie "Es geht die Regierung...

phex 01. Apr 2012

Mir geht es nicht um Kritik oder nicht Kritik an Anonymus, sondern darum, dass sie als...

tilmank 31. Mär 2012

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