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Vorpommern-Rügen: Telekom wird später mit Glasfaserausbau fertig

Die Deutsche Telekom muss wegen "enorm hohen Aufwandes" die Fertigstellung ihres bisher größten FTTH-Projekts verschieben.
/ Achim Sawall
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Die Kabeltrommel dreht sich. (Bild: Deutsche Telekom)
Die Kabeltrommel dreht sich. Bild: Deutsche Telekom

Rund 6.600 Kilometer Glasfaser hat die Deutsche Telekom seit 2018 in ihrem bisher größten geförderten Glasfaser-Ausbauprojekt im Landkreis Vorpommern-Rügen verlegt. Das gab der Netzbetreiber am 1. Juni 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Damit wurden bisher rund 24.000 Haushalte mit Glasfaser versorgt. Die Tiefbauarbeiten sollten im gesamten Ausbaugebiet eigentlich im dritten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Wegen des "enorm hohen Aufwandes" werde derzeit in einem Änderungsvertrag mit dem Landkreis festgehalten, dass die Arbeiten bis 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein müssen.

Insgesamt sollen dabei rund 37.000 Haushalte, Unternehmen und Schulen angeschlossen werden. Etwa 300 Kilometer Glasfaserleitungen kommen also noch dazu.

"Die Resonanz ist wirklich eine sehr gute. Und wir sehen natürlich die Riesenvorteile, die wir dadurch haben. Wir haben dann ein schönes, nachhaltiges Netz, mit dem wir sicher in die Zukunft gucken und unseren Landkreis digital auf die eigenen Füße stellen können", sagte Wolfram Roehl, Breitbandbeauftragter des Landkreises.

Laut Torsten Matheus, Ausbaukoordinator der Telekom, sind von "den geplanten 1.260 Netzverteilern bis jetzt 1.072 gebaut. Das sind ungefähr 1.670 Kilometer Tiefbau." Von den 37.000 Adressen, die insgesamt in dem Projekt enthalten waren, seien mittlerweile 17.800 Adressen buchbar gemacht worden. "Das entspricht ungefähr 24.000 Haushalten", erklärte Matheus. Nach seinen Angaben sind die Restarbeiten Tiefbau, "aber das meiste haben wir jetzt mit den Hausanschlüssen zu tun."

Nachtrag vom 2. Juni 2021, 13:07 Uhr

Telekom-Sprecher Georg von Wagner sagte Golem.de auf Anfrage: "Die Verzögerungen werden verursacht allein durch die schiere Größe des Unterfangens, sie sind aber auch der lückenhaften Katasterdatenlage geschuldet. Das hat zur Folge, dass eine große Zahl von Bewohner*innen erst im Laufe des Projekts vom Landkreis an uns gemeldet wurden und somit erst später oder nachträglich vom Glasfaser-Ausbau profitierten." Weitere Verzögerungen seien pandemiebedingt und durch knappe Tiefbaukapazitäten verursacht.


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