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Vormals XBMC: Kodi 14 bringt neuen Namen und neue Funktionen

Der Nachfolger von XBMC erscheint erstmals als Kodi 14. An der zugrundeliegenden Technik hat sich zwar wenig geändert, dennoch hat das Entertainment Center viele neue Funktionen.
/ Sebastian Grüner
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Kodi 14 erscheint mit neuem Logo. (Bild: Kodi.tv)
Kodi 14 erscheint mit neuem Logo. Bild: Kodi.tv

Mit neuem Namen, neuem Logo und einigen neuen Funktionen erscheint Kodi 14(öffnet im neuen Fenster) alias Helix. Diese Version ist der offizielle Nachfolger von XBMC 13 mit dem Codenamen Gotham. Das Entwicklerteam hat sein Projekt aus verschiedenen Gründen zwar umbenannt , aber nicht grundlegend geändert.

Dank der Übernahme der Codecs aus FFmpeg 2.4.4 kann Kodi nun H.265, das auch als HEVC bekannt ist, sowie VP9 abspielen. Die neue Generation der Videocodecs reduziert die Dateigröße von Videos bei gleichbleibender Qualität zwar deutlich, noch ist die Unterstützung von H.265 in Kodi aber rein softwarebasiert. Das heißt, viele weniger leistungsstarke Geräte belastet die Verwendung wohl zu sehr.

Das Scannen der Bibliothek insbesondere unter Android und iOS soll nun wesentlich schneller geschehen. Auch die UPNP-Unterstützung hat das Team verbessert, so dass Kodi besser mit Anwendungen wie PlayOn(öffnet im neuen Fenster) zusammenarbeitet. Der Betrieb von Kodi als UPNP-Client und einem Kodi-UPNP-Server soll nun weniger Probleme bereiten. Nutzer können darüber hinaus nun die Update-Mechanismen von Addons selbst regeln. Das virtuelle Keyboard erlaubt jetzt auch internationale Tastaturlayouts.

Verbesserung bei Betriebssystemen

Hardwarebeschleunigte Wiedergabe unter Android ist wegen der Vielfalt an Geräten und Treiber für das Team schwierig umsetzbar. Doch auch für Kodi 14 ist dies für weitere Chipsätze ausgebaut worden, so sind etwa 4K-Videos mit dem für Mediaplayer gedachten S802-SoC von Amlogic(öffnet im neuen Fenster) möglich. Zudem sollte Airplay nun auf allen davon unterstützten Plattformen, insbesondere iOS 7, wieder funktionieren.

Auf den Desktopsystemen behebt Kodi einige Fehler im Audiobereich. Gemeinsam mit Intel haben die Entwickler einen Firmware-Bug in Linux behoben. Ebenfalls unter Linux lässt sich nun hardwaregestütztes Deinterlacing(öffnet im neuen Fenster) auf Intel-Chips verwenden. Dafür nutzt Kodi eine neue Implementierung des VAAPI Post-Processing.

Kodi 14 steht für die verschiedenen Systeme zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Das Team stellt Updates für das Ubuntu-Derivat bereit, das nun Kodibuntu heißt. Von der Distribution Openelec 5.0 mit Kodi 14 steht derzeit ein Release Candidate(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.

Das Kodi-Team weist Anwender darauf hin, dass mit einem Upgrade die Bibliothek und Addons im Zuge der Namensänderung verschoben werden, was einen Wechsel zurück, etwa bei Fehlern, erschwert. Deshalb sollten Bibliothek sowie die Einstellungen vorher gesichert werden.


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